WILHELMSHAVEN 2

Man verlässt das Hafengebiet durch die Virchowstraße. Bald öffnet sich rechts, gegenüber dem Einkaufszentrum NordseePassage, in dem auch die Tou-rist-Information untergebracht ist, der Kirch- platz mit der Christus-und Garnisonkirche. Die Garnisonkirche erhielt nach der Zerstörung der benachbarten Christuskirche zusätzlich deren Namen und dient seither beiden evangelischen Gemeinden als Gotteshaus. Im Innenraum sind neben dem bekannten Altarbild „Durch das Kreuz zum Licht” viele maritime Gedenktafeln, Wappen und Flaggen aus der Kaiserzeit sowie das Grab eines unbekannten Seemannes zu sehen. Die farbenprächtigen Kirchenfenster von I. 0. Lim lassen das Innere des Gotteshauses bei Tageslicht besonders erstrahlen und erzählen die Geschichte Jesu. An den Kirchplatz schließen sich der Friedrich-Wilhelm-Platz und der gleichnamige Park an. Hier würdigt das Kaiser-Wilhelm-Denkmal den Namensgeber der Jadestadt. Das heutige Standbild ist ein Nachguss der Original-Statue von 1896, die nach dem Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurde. Am Rande des gegenüberliegenden Adalbert-Platzes erinnert das Adalbert- Denkmal an Prinz Adalbert. Die vom Berliner Bildhauer Karl Schüler geschaffene Steinskulptur wurde durch Spenden von Marineoffizieren finanziert und erinnert an den ersten Admiral der preußischen Marine und Initiator der Gründung Wilhelmshavens. Durch die Marktstraße ist es von den beiden Plätzen nun nicht mehr weit zum Marinearsenal an der Gö- kerstraße mit dem bereits beschriebenen Historischen Werfttor und dem Wasserturm. Der Rundgang führt jedoch weiter durch dieVirchowstraße. Das Robert- Koch-Haus (Hs. Nr. 17) beherbergte einst das Gesundheitsamt und wurde nach dem Begründer der Bakteriologie benannt. Im Vordergiebel des im Stil der Neo-Renaissan- ce errichteten Gebäudes erklingt stündlich zwischen 8 und 18 Uhr ein Glockenspiel mit unterschiedlichen Melodien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das neoklassizistische Gebäude der ehemaligen Marine- Intendantur zum Stadttheater (Hs. Nr. 44) umgebaut. Im Zuge der umfangreichen Renovierungsarbeiten wurde der geräumige Innenhof überdacht und zu einem Theater-raum umgestaltet. Am 19.10.1952 fand die feierliche Eröffnung des Stadttheaters statt. Gegenüber befindet sich die älteste kulturelle Institution der Stadt: Die Kunsthalle präsentiert seit über 90 Jahren vielfältige Ausstellungen und legt ihren Schwerpunkt heute auf Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst. Am Ende der Virchowstraße erreicht man den Kurpark, die älteste Parkanlage der Stadt mit altem Baumbestand, vielen Ruhebänken und einem großen Teich mit Fontäne. In der FHochsaison finden in der Konzertmuschel jeden Sonntag Kurkonzerte statt. Durch den Ausgang an der Bismarck-/Mozartstraße verlässt man den idyllischen Park und erreicht durch die Mühlenstraße und den Mühlenweg die Kopper- hörner Mühle, die 1547 erbaut, 1922 von der Stadt Wilhelmshaven erworben und in den 1980er-Jahren renoviert wurde. Das Museum mit der funktionsfähigen Mahltechnik und historischen Müllereimaschinen zeigt, wie einst Korn zu Mehl verarbeitet wurde. Durch den Mühlenweg geht man zum Berliner Platz und kann von dort durch die Edo-Wiemken-Straße einen Abstecher zur Siebethsburg unternehmen.

Christus- und Garnisonkirche

Christus- und Garnisonkirche

Die um 1383 errichtete Anlage ist die älteste Burg Wilhelmshavens und war 50 Jahre lang ein Zentrum der Macht. Fleute vermitteln nur noch der ca. 5 m hohe Burghügel mit seinen doppelten Wällen und Gräben sowie das Gelände der früheren Vorburg einen Eindruck von den Ausmaßen derTrutzburg.

Zurück am Berliner Platz, folgt man kurz der Grenzstraße, um dann durch die Paul- Flug-Straße rechts zum Rathausplatz zu gehen. Das aus Bockhorner Klinkerstein erbaute Rathaus wurde 1929 feierlich eingeweiht. Der mächtige Turm in der Mitte des Gebäudes wird heute als Wasserreservoir für die Stadt genutzt und kann auch bestiegen werden. Aus 49 m Flöhe genießt man eine herrliche Aussicht über Wilhelmshaven, den Jadebusen und den Nationalpark Wattenmeer. Im weiteren Verlauf der Grenzstraße passiert man die Stadthalle und gelangt schließlich zur Marktstraße. Der Fußgängerzone folgt man nach links zum Börsenplatz, um den sich liebevoll restaurierte Fläuser aus der Kaiserzeit, aber auch zahlreiche Cafes, Bars und Restaurants gruppieren. Nach dem gemütlichen Bummel durch die Fußgängerzone kann man durch die Virchowstraße wieder zum Großen Flafen zurückkehren.

SCHAUEN

Eine Idylle mitten in Wilhelmshaven ist der kleine Sielort Rüstersiel mit seinem malerischen Hafen und dem modernen Schöpfwerk Maadesiel, das Schiffen den Zugang zum Meer eröffnet und das Hinterland entwässert. Bei Fedderwarden liegt die mittelalterliche Burg Kniphausen, die heute Wohnungen, Ateliers und ein Restaurant beherbergt. Fröhlich gefeiert wird am Wochenende an der Jade (Ende Juni/Anfang Juli), dem Stadt- und Hafenfest mit Musik, historischem Markt im „Hexendorf”, Schiffsbesichtigungen und Feuerwerk. Mit dem Katamaran „CAT No. 1″ erreicht man in ca. 100 Minuten, mit dem Seebäderschiff MS Helgoland in 180 Minuten die Hochseeinsel Helgoland. Weitere Ausflugsziele sind das alte Nordseebad Dangast, Hooksiel mit seinem historischen Ortsbild, Horumersiel-Schillig mit einem herrlichen Sandstrand und das anerkannte Nordseeheilbad Carolinensiel-Harlesiel mit modernen Kureinrichtungen.

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