UELZEN 2

Herkunft, Alter und einstige Verwendung des Kunstwerkes konnten nicht eindeutig geklärt werden, doch vermutlich handelt es sich um ein ehemaliges Reliquiar. Im innenraum der Kirche sind noch viele weitere sakrale Kunstschätze zu bewundern. Man geht nun zurück zur Veerßer Straße und folgt dieser nach rechts. Auf der rechten Seite erblickt man das Gildehaus. Das gotische Backsteinhaus mit seiner gegliederten Fassade wurde in der ersten Hälfte des 15. Jh. erbaut. Über den weitläufigen Herzogenplatz, auf dem einst ein Wirtschaftshof des Landesherrn lag, gelangt man zum 1997 eingeweihten Neuen Rathaus, in dem auch die Stadt- und Touristinformation untergebracht ist. Der Rundgang führt weiter durch die Mühlenstraße. Die Schaumannsche Villa wurde 1927 für die Mutter der Schriftstellerin und Bildhauerin Ruth Schaumann errichtet. Der auffallende Backsteinbau wurde in den Verlauf der östlichen Stadtmauer integriert. Über das Mühlenwehr erreicht man den Ratsteich, der zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges als Teil der Befestigungsanlagen aufgestaut wurde. Auf dem Weg zur Gertrudenkapelle passiert man zwei Denkmäler zur Erinnerung an den Aufstand vom 17.6.1953 und an die deutsche Wiedervereinigung 1990. Die Gertrudenkapelle wurde am Anfang des 16. Jh. errichtet und diente sowohl als Gotteshaus als auch als Herberge für Reisende, die die Stadt erreichten, als die Tore bereits geschlossen waren. Am Hammersteinplatz erinnert das 2001 hierher versetzte Hammerstein-Denkmal an Christian Freiherr von Hammerstein, der 1850 den Landwirtschaftlichen Provinzialverein ins Leben rief. Von der Flutmuldenbrücke am Ratsteich genießt man einen schönen Blick in die Parkanlagen der Ilmenau-Aue, einem beliebten Erholungsgebiet. Der Rundgang führt nun wieder zurück in Richtung Innenstadt. Rechter Hand erblickt man das kleine alte Torwärterhaus, bevor man hinter einem stattlichen, um 1827 errichteten Fachwerkhaus die Gudesstraße erreicht. Durch die Schmiedestraße, in der sich Fachwerkhäuser aus der Zeit nach 1826 mit einigen schönen Portalen aneinanderreihen, gelangt man zum Schnellenmarkt. Auf dem einzigen Platz der Altstadt fanden bis in das 20. Jh. hinein Töpfermärkte statt. Ein kleiner Abstecher lohnt sich nach links in die Doktorenstraße zu einem zwar nicht mehr gut erhaltenen, aber geschichtsträchtigen Fachwerkhaus, von dem der Stadtbrand 1826 ausging. Der damalige Bewohner wurde damals zu Unrecht der Brandstiftung bezichtigt. An der Ostseite des Schnellenmarktes steht ein zweistöckiges Fachwerkhaus, das in der zweiten Hälfte des 18. Jh. als Teil eines Adelshofes innerhalb der Stadtbefestigung erbaut wurde. Der Rundgang führt weiter durch eine sog.Twiete, eine schmale, namenlose Brandgasse. An ihrer Richtung Innenstadt gelegenen Seite verbirgt sich hinter der jüngeren Fassade ein dreigliedriges Gebäude, das älteste Fachwerkhaus der Stadt. An der ehemaligen Stirnseite des 1594 errichteten Gebäudes ist noch ein mit Schnitzereien verzierter Eckständer aus der Bauzeit zu erkennen. Der Brunnen im Hof des Hauses stammt aus dem späten Mittelalter und wurde bei Ausgrabungen der Stadtarchäologie freigelegt und wiederhergestellt. Den westlichen Abschluss des Hofes bildet ein Neubau, der den Dimensionen der mittelal- terlichen Bebauung angepasst wurde. Der Uelzener Hof, ein stattlicher Fachwerkbau, wurde 1647 im Auftrag eines Stadtarztes erbaut. Gegenüber steht die Heiligen-Geist-Kapelle. Der 1321 erstmals erwähnte gotische Bau war einst Teil eines Hospitals mit Pilgerherberge. Der Chor wurde im Jahr 1470 angebaut. Im Inneren sollte man sich die farbenprächtigen Glasfenster ansehen, die um 1420 für die gotische St.-Viti-Kapelle geschaffen und im 19. Jh. hier eingesetzt wurden. Folgt man nun der Lüneburger Straße nach links, sollte man an der Einmündung der Hospitalstraße auf ein etwas unscheinbares, kleines Fachwerkhaus achten, das 1596 erbaut wurde und damit eines der ältesten Bürgerhäuser der Stadt ist. Es überstand die Stadtbrände unbeschadet. Auf der linken Seite befindet sich das rekonstruierte Hotel „Stadt Hamburg”, das ursprünglich aus dem Jahr 1826 stammt und vom hannoverschen Baumeister Georg Laves entworfen wurde. Hier pflegte der König von Hannover auf dem Weg zur Hofjagd in der nahe gelegenen Göhrde einst eine Rast einzulegen. Man setzt den Rundgang nun fort durch die gegenüberliegende Hannemannsche Twiete und quert dabei den Hof einer ehemaligen Brauerei. An der Achterstraße hält man sich links und kehrt durch die Bahnhofstraße zurück zum Hundertwasser-Bahnhof.

Hundertwasser Bahnhof, Uelzen

Hundertwasser Bahnhof, Uelzen

SCHAUEN

Der Weinmarkt findet alljährlich nach Pfingsten statt und wird traditionell von der Deutschen Weinkönigin eröffnet. Am westlichen Uelzener Stadtrand liegt der Stadtwald mit gut ausgebauten Rad- und Wanderwegen und einem reizvollen Wildgatter. Das im 18. Jh. als Herrenhaus erbaute Schloss Holdenstedt beherbergt heute das Heimatmuseum Uelzen und ist Austragungsort der alljährlichen „Holdenstedter Schlosswochen”, einem Klassikfestival im August/September. Äußerst sehenswert ist auch die Klosterkirche Oldenstadt, ßadespaß bietet der 9 ha große Oldenstädter See mit Grillhütte, Spielplatz und historischem Rauchhaus, das für Feste gemietet werden kann. Nördlich von Uelzen liegt der Kurort Bad Bevensen, der neben der Jod-Sole-Therme und einem malerischen Kurpark mit Sonnenuhrgarten auch einen schmucken Ortskern besitzt. Rund um Uelzen kann man die herrliche Landschaft der Lüneburger Heide erkunden. Zu den schönsten Gebieten zählt die Ellerndorfer Wacholderheide mit einem außergewöhnlich großen Wacholderbestand. Typische historische Bauernhöfe dieser Region zeigt das Landwirtschaftsmuseum Lüneburger Heide in Hösseringen, schöne Mühlen das Handwerksmuseum Suhlendorf.

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