STADE 2

Johanniskloster

Johanniskloster

Durch die Inselstraße, die in Richtung Burggraben führt, ge- langt man zum Heimatmuseum, das in einem 1904 errichteten Haus untergebracht ist. Die volkskundliche Sammlung aus dem alten Regierungsbezirk Stade umfasst u. a. Trachtengruppen, bürgerliche und bäuerliche Haus- und Arbeitsgeräte, Gold- und Silberschmuck aus der Stader Geest sowie Bilder und dokumentiert die Geschichte des Stader Blaudrucks. Auf dem ehemaligen Bleicher Ravelin im Burggraben liegt das Freilichtmuseum auf der Insel, das zu den ältesten seiner Art in Deutschland gehört. Zu sehen sind dort ein Geestbauernhaus aus Varel bei Scheßel von 1871, ein Altländerhaus aus Huttfleth, eine Bockwindmühle aus Rethmar (1632) und ein Göpelwerk aus dem 17. Jh. Zum Museumsdorf gehören außerdem eine Altländer Prunkpforte aus Twielenfleth von 1791, ein Steinbackofen, ein Immenschauer (Unterstand für Bienenkörbe) sowie ein Ziehbrunnen. Der Burggraben gehörte einst zu den schwedisch-hannoverschen Befestigungsanlagen. Heute laden die parkähnlich gestalteten Wallanlagen, die 10 ha Grün- und 10 ha Wasserfläche umfassen, zu Spaziergängen ein. Am Ende des Burggrabens entstand 1880 der Holzhafen, in dem die aus Skandinavien importierten Baumstämme im Wasser gelagert wurden. Auf bekanntem Weg kehrt man durch die Inselstraße zurück zum Pferdemarkt und geht dort geradeaus weiter durch die Straßen Goos und Bei St. Wilhadi. Dabei überquert man die Große Schmiedestraße, in der ursprünglich die Grobschmieder wohnten. Für die später hier ansässigen Offiziere und Verwaltungsbeamten entstanden die repräsentativen Fachwerkhäuser. Die Kirche St. Wilhadi wurde benannt nach dem Bischof Willehad des Bistums Bremen. Die dreischiffige gotische Hallenkirche wurde in der ersten Hälfte des 14. Jh. erbaut. Der gedrungene, wuchtige Turm brannte vier Mal ab. Nach dem letzten Brand im Jahr 1724 wurde ein Stockwerk abgetragen und ein kleines Zeltdach aufgesetzt. Durch die hinter der Kirche verlaufende Seminarstraße erreicht man das St. Johanniskloster. Im 13. Jh. wurde ein Franziskanerkloster gegründet, dessen Gebäude nach der Reformation und dem Stadtbrand als Armenhaus wieder errichtet wurden. Im Innenhof sind Rekonstruktionen der bei Grabungen gefundenen Pfeilerreihen, Außenmauern und Gurtbögen der ehemaligen Klosterkirche zu sehen. Für den Rückweg zum Ausgangspunkt des Rundgangs am Alten Hafen bieten sich nun zwei Alternativen an. Durch die Salzstraße erreicht man wieder den Fischmarkt am Alten Hafen, entlang an weitgehend erhaltenen Fachwerkgiebelhäusern aus dem 17. Jh. Im Mittelalter wurde auf der Salzstraße Salz von Lüneburg zum Stader Hansehafen transportiert. Eine ebenso reizvolle Route führt durch die Johannis- und die Bürgerstraße zum Spiegelberg, von dem man einen herrlichen Ausblick auf den Stadthafen genießen kann. Kleine Gassen und alte Fachwerkhäuser versprühen das Flair vergangener Tage. Bis in das 13. Jh. befand sich hier die Burg der Stader Grafen. Der Stadthafen wurde 1880 angelegt. Heute stellt der Hafen zusammen mit der Salztorsvorstadt ein kulturelles Zentrum dar, das sowohl die maritime Tradition Stades aufrechterhält als auch moderne Unterhaltung bietet.

Im Stadthafen liegt auch das Kultur- und Museumsschiff Greundiek. Das noch weitgehend im Originalzustand erhaltene Schiff ist seit 2001 wieder seetüchtig und besucht als Botschafterin der Maritimen Landschaft Unterelbe die Häfen der Region, aber auch Städte an der Ostsee. Das technische Kulturdenkmal wird im Sommer für Ausflugsfahrten genutzt und dient in unregelmäßigen Abständen als Schauplatz für Kulturveranstaltungen und Ausstellungen. Durch die Burgstraße kommt man über den Fischmarkt zurück zum Alten Hafen.

SCHAUEN

Zu den sehenswerten Museen in Stade gehören auch das Patenschaftsmuseum Goldap/Ostpreußen und das Technik- und Verkehrsmuseum. Die Stader wissen zu feiern, u. a. beim Altstadtfest, beim Shantychor- Festival und beim Kulturfestival „ Holk-Fest”. Nordwestlich von Stade lohnt die Festung Grauerort, ein typisch preußisches Hochwallfort, einen Besuch. Heute finden in der 1869-1879 erbauten Anlage Kulturveranstaltungen statt. Vor den Toren von Stade beginnt das Alte Land, das größte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands. Zwischen den Obstwiesen gibt es hübsche Kirchen im Bauernbarock, reich verzierte Fachwerkhäuser und historische Windmühlen zu entdecken. Die Stader Geest ist eine herrliche Landschaft mit weiten Wäldern, stillen Hochmooren und idyllischen Bächen und Teichen. Wem der Sinn nach Großstadtleben steht, erreicht mit dem Elbe-City-Jet schnell die Hansestadt Hamburg.

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