STADE 2

Johanniskloster

Johanniskloster

Durch die Inselstraße, die in Richtung Burggraben führt, ge- langt man zum Heimatmuseum, das in einem 1904 errichteten Haus untergebracht ist. Die volkskundliche Sammlung aus dem alten Regierungsbezirk Stade umfasst u. a. Trachtengruppen, bürgerliche und bäuerliche Haus- und Arbeitsgeräte, Gold- und Silberschmuck aus der Stader Geest sowie Bilder und dokumentiert die Geschichte des Stader Blaudrucks. Auf dem ehemaligen Bleicher Ravelin im Burggraben liegt das Freilichtmuseum auf der Insel, das zu den ältesten seiner Art in Deutschland gehört. Zu sehen sind dort ein Geestbauernhaus aus Varel bei Scheßel von 1871, ein Altländerhaus aus Huttfleth, eine Bockwindmühle aus Rethmar (1632) und ein Göpelwerk aus dem 17. Jh. Zum Museumsdorf gehören außerdem eine Altländer Prunkpforte aus Twielenfleth von 1791, ein Steinbackofen, ein Immenschauer (Unterstand für Bienenkörbe) sowie ein Ziehbrunnen. Der Burggraben gehörte einst zu den schwedisch-hannoverschen Befestigungsanlagen. Heute laden die parkähnlich gestalteten Wallanlagen, die 10 ha Grün- und 10 ha Wasserfläche umfassen, zu Spaziergängen ein. Am Ende des Burggrabens entstand 1880 der Holzhafen, in dem die aus Skandinavien importierten Baumstämme im Wasser gelagert wurden. Auf bekanntem Weg kehrt man durch die Inselstraße zurück zum Pferdemarkt und geht dort geradeaus weiter durch die Straßen Goos und Bei St. Wilhadi. Dabei überquert man die Große Schmiedestraße, in der ursprünglich die Grobschmieder wohnten. Für die später hier ansässigen Offiziere und Verwaltungsbeamten entstanden die repräsentativen Fachwerkhäuser. Die Kirche St. Wilhadi wurde benannt nach dem Bischof Willehad des Bistums Bremen. Die dreischiffige gotische Hallenkirche wurde in der ersten Hälfte des 14. Jh. erbaut. Der gedrungene, wuchtige Turm brannte vier Mal ab. Nach dem letzten Brand im Jahr 1724 wurde ein Stockwerk abgetragen und ein kleines Zeltdach aufgesetzt. Durch die hinter der Kirche verlaufende Seminarstraße erreicht man das St. Johanniskloster. Im 13. Jh. wurde ein Franziskanerkloster gegründet, dessen Gebäude nach der Reformation und dem Stadtbrand als Armenhaus wieder errichtet wurden. Im Innenhof sind Rekonstruktionen der bei Grabungen gefundenen Pfeilerreihen, Außenmauern und Gurtbögen der ehemaligen Klosterkirche zu sehen. Für den Rückweg zum Ausgangspunkt des Rundgangs am Alten Hafen bieten sich nun zwei Alternativen an. Durch die Salzstraße erreicht man wieder den Fischmarkt am Alten Hafen, entlang an weitgehend erhaltenen Fachwerkgiebelhäusern aus dem 17. Jh. Im Mittelalter wurde auf der Salzstraße Salz von Lüneburg zum Stader Hansehafen transportiert. Eine ebenso reizvolle Route führt durch die Johannis- und die Bürgerstraße zum Spiegelberg, von dem man einen herrlichen Ausblick auf den Stadthafen genießen kann. Kleine Gassen und alte Fachwerkhäuser versprühen das Flair vergangener Tage. Bis in das 13. Jh. befand sich hier die Burg der Stader Grafen. Der Stadthafen wurde 1880 angelegt. Heute stellt der Hafen zusammen mit der Salztorsvorstadt ein kulturelles Zentrum dar, das sowohl die maritime Tradition Stades aufrechterhält als auch moderne Unterhaltung bietet.

Im Stadthafen liegt auch das Kultur- und Museumsschiff Greundiek. Das noch weitgehend im Originalzustand erhaltene Schiff ist seit 2001 wieder seetüchtig und besucht als Botschafterin der Maritimen Landschaft Unterelbe die Häfen der Region, aber auch Städte an der Ostsee. Das technische Kulturdenkmal wird im Sommer für Ausflugsfahrten genutzt und dient in unregelmäßigen Abständen als Schauplatz für Kulturveranstaltungen und Ausstellungen. Durch die Burgstraße kommt man über den Fischmarkt zurück zum Alten Hafen.

SCHAUEN

Zu den sehenswerten Museen in Stade gehören auch das Patenschaftsmuseum Goldap/Ostpreußen und das Technik- und Verkehrsmuseum. Die Stader wissen zu feiern, u. a. beim Altstadtfest, beim Shantychor- Festival und beim Kulturfestival „ Holk-Fest”. Nordwestlich von Stade lohnt die Festung Grauerort, ein typisch preußisches Hochwallfort, einen Besuch. Heute finden in der 1869-1879 erbauten Anlage Kulturveranstaltungen statt. Vor den Toren von Stade beginnt das Alte Land, das größte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands. Zwischen den Obstwiesen gibt es hübsche Kirchen im Bauernbarock, reich verzierte Fachwerkhäuser und historische Windmühlen zu entdecken. Die Stader Geest ist eine herrliche Landschaft mit weiten Wäldern, stillen Hochmooren und idyllischen Bächen und Teichen. Wem der Sinn nach Großstadtleben steht, erreicht mit dem Elbe-City-Jet schnell die Hansestadt Hamburg.

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STADE

GESCHICHTE

Bereits im 8. Jh. n. Chr. entwickelte sich auf dem Geesthügel der heutigen Altstadt eine Siedlung mit Markt und Hafen. 994 wurde „Stethu” erstmals schriftlich erwähnt, als Wikinger den Ort plünderten. 1209 erhielt die umwallte Stadt das Stadtrecht. 1279 gab sich Stade in den „Stader Statuten” eine eigene Verfassung in Mittelniederdeutsch. Von 1267 bis 1601 war Stade Mitglied der Hanse und trieb erfolgreichen Handel vor allem mit Holland und Dänemark. Unter schwedischer Herrschaft von 1645 bis 1672 wurde Stade Verwaltungszentrum, Landesfestung und Garnisonsstadt und blieb auch unter hannoverscher Herrschaft zwischen 1715 und 1866 Verwaltungssitz und Festung. Ein großer Stadtbrand zerstörte 1659 die Stadt zu über zwei Dritteln. 1866 erfolgte die Annexion durch Preußen und die Aufgabe der Festung.

1880/81 wurde der Neue Hafen angelegt und die Festungswerke abgebrochen, die Stadt wuchs über ihre mittelalterlichen Grenzen hinaus. Weitere wichtige Impulse gab der Anschluss an das Eisenbahnnetz im Jahr 1881 .Ab 1910 erfolgten mehrere Eingemeindungen. 1932 wurde Stade Kreisstadt des Großkreises Stade. Nach 1945 musste die Stadt ca. 12000 Flüchtlinge aufnehmen und ließ neue Wohnsiedlungen und Industriegebiete erschlie-ßen. 1972 begann man mit der Innenstadtsanierung. 1978 erfolgte die Verlegung der Bezirksregierung nach Lüneburg, 1994/95 der Abzug der Bundeswehr. Die Kaserne wurde daraufhin zum neuen Stadtteil Ottenbeck umgestaltet. Heute hat Stade ca. 46000 Einwohner und ist durch Part-nerschaften mit Städten in Schweden, Polen, Israel und den USA verbunden.

Stade

Der Hansehafen, Stade

RUNDGANG DURCH DEN HISTORISCHEN STADTKERN

Der Rundgang beginnt am in der Mitte des 13. Jh. angelegten Hansehafen (Alter Hafen), der damit die älteste maritime Anlage der Stadt ist. Der Hafen wird gesäumt von schmucken Bürgerhäusern aus dem 17. Jh., insbesondere entlang des Straßenzuges Wasser West. Als besonders mächtiges Gebäude fällt der Schwedenspeicher auf. Das ehemalige schwedische Proviantshaus ist ca. 41 m lang, 16 m breit und fast 20 m hoch und erhebt sich an der Wasserseite auf Pfählen. Im Schwedenspeicher dokumentiert ein Museum auf vier Stockwerken (Zinnfigurenausstellung, archäologische Sammlung, Stadt- und Umlandgeschichte in Mittelalter und Neuzeit sowie Wechselausstellungen zu Kunst und Geschichte) die Geschichte des Elbe-Weser- Gebietes. Gegenüber vom Schwedenspei- eher zeigt das private Baumhaus-Museum die liebevoll zusammengestellte Sammlung „Alt-Stade” mit Exponaten rund um Stade vom 18. bis 20. Jh. Der Name des 1774/75 errichteten Fachwerkhauses geht auf seine ehemalige Nutzung zurück. Einst konnte der Alte Hafen durch einen Baum, d. h. einen über das Wasser gedrehten Holzstamm verschlossen werden. Der Hafenmeister hatte nicht nur den Hafenbetrieb zu beaufsichtigen, sondern auch diesen Baum zu bedienen. Daher wurde sein Dienstsitz als „Baumhaus” bezeichnet. Am Straßenzug Wasser West zieht das Bürgermeister- Hintze-Haus besonders die Blicke auf sich. Das ursprünglich als Kaufmannshaus errichtete Gebäude wurde 1621 mit einer Fassade im Stil der Weserrenaissance versehen. Nach dem Abbruch 1930 wurde nur die Fassade wieder aufgebaut. Die Häuserzeile wird überragt vom höchsten Fachwerkhaus der Straße, dem Kunsthaus Stade. Auf die ursprüngliche Nutzung des 1667 errichteten Fachwerkbaus als Kaufmanns- und Speicherhaus weisen die Kranbalken und Speichertore in den oberen Etagen hin. Fleute werden hier wechselnde sehenswerte Ge mäldeausstellungen präsentiert. An den Alten Hafen schließt sich der Fischmarkt an, der ebenfalls von schmucken Fachwerkhäusern umrahmt wird. Alte Hafeneinrichtungen wie der Holzkran und die Stadtwaage dominieren den Platz. Der Holzkran wurde 1977 hier aufgestellt und ist eine Rekonstruktion des Originals von 1661. Im Holzkran ist das Informationszentrum zur Stader Hafen- und Schifffahrtsgeschichte untergebracht. Vom Fischmarkt überquert man das Hafenbecken bzw. die Schwinge und biegt nach links in die Bungenstraße ein. An der Ecke Bungenstraße/ Kehdinger Straße steht das Kramerhus, das von einer Seidenkrämerfamilie erbaut wurde. Bei der Restaurierung des Hauses konnten im Obergeschoss eine Stuckdecke und Deckenmalereien aus dem 17. Jh. freigelegt werden. Ein Stück nach der Einmündung der Steffenstwiete erreicht man das Senatorenhaus. Das ursprüngliche Fachwerkgiebelhaus wurde Ende des 19. Jh. im Auftrag des Senators Hermann August Borcholte mit einer Renaissancefassade versehen. Gleich daneben befindet sich Knechthausen. Die historische Gaststätte ist untergebracht im Gildehaus der Brauereiknechte, die bei der schlimmen Pestepidemie die Toten zu Grabe trugen und daher das Monopol des Totentragens erhielten. Im Winter brauten sie das traditionelle Eierbier, eine Stader Spezialität aus mit Zitronenschalen und Ingwer abgeschmecktem, erhitztem Bockbier, das mit schaumig geschlagenen Eiern und Zucker vermischt wird. Knechthausen ist heute noch geöffnet. Am Ende der Bungenstraße folgt man der Straße An der Wassermühle nach links. Gleich danach biegt man links in die Bäckerstraße ein. Hier richtete der große Stadtbrand keinen Schaden an, so dass viele Häuser aus dem 16. Jh. erhalten blieben. Überwiegend han-delt es sich um schlichte Fachwerkgiebelhäuser, die teilweise mit Knaggenfiguren wie König David, dem Apostel Petrus und dem Heiligen Martin verziert sind. Man überquert die Schwinge und gelangt kurz vor dem Ende der Straße zum um 1590 errichteten Dreigeschossigen Traufenhaus, das zu den schönsten Fachwerkgebäuden der Stadt zählt und mit der Traufenseite zur Straße gewandt ist. Die Fußstreben der Ständer beider Obergeschosse sind mit 26 unterschiedlich geschnitzten Halbsonnen verziert. Nun folgt man der Hökerstraße nach rechts. Die Hauptgeschäftsstraße der Altstadt wird gesäumt von Häusern unterschiedlicher Stilrichtungen, die von altem Fachwerk bis zum Jugendstil reichen. Bis in das 17. Jh. hieß die Einkaufsmeile „Krämerstraße” und war ein bei Kaufleuten beliebtes Wohnviertel. Das Hökerhus (Hs.Nr. 29) mit seiner reich verzierten Fassade ist das am geschlossensten erhaltene spätmittelalterliche Kaufmannshaus in Stade. Es wurde vom großen Stadtbrand verschont und weist noch den typischen Grundriss des 14./15. Jh. auf. Schräg gegenüber erhebt sich die Kirche St. Cosmae et Damiani. Das Gotteshaus entstand im 13. Jh. als spätromanische Saalkirche und wird dominiert von seinem beeindruckenden achteckigen Vierungsturm. 1668/73 bauten Berend Huss und sein Geselle Arp Schnitger die bis heute erhaltene Orgel ein. Am sich anschließenden Bürgermeister-Dabelow-Platz befindet sich das Rathaus. Das ursprüngliche gotische Gebäude wurde vor 1279 errichtet, jedoch beim großen Stadtbrand bis auf die Kellergewölbe zerstört, auf denen 1667/68 das heutige Rathaus im Übergangsstil von der Renaissance zum Barock entstand. Man kehrt zurück zur Kreuzung vor der Kirche St. Cosmae et Damiani und geht links durch die Neue Straße weiter. Durch das Hahnentor betritt man die Kalkmühlenstraße. Der Name wurde abgeleitet vom „Hahnensitz” der Wohnung oberhalb der Tordurchfahrt. Eine Inschrift datiert das Traufenhaus auf das Jahr 1658. Die Steile Straße führt nach links weiter zum Pferdemarkt mit dem Zeughaus. Auf dem Grundstück der Kirche St. Georg (12. Jh.) errichteten die Schweden von 1697 bis 1699 ihr Waffenarsenal als Holzständerbau, nachdem Planungen für einen Neubau bereits 1666 begonnen hatten. Während das Innere mehrfach umgestaltet wurde, sind am zum Pferdemarkt hin gerichteten Portal aus schwedischer Zeit die Königskrone, Kriegsembleme und das Mongramm CXII im Giebeldreieck zu sehen. Im Untergeschoss fand der Bremer Erzbischof Gottfried von Arnsberg, der 1363 in Stade verstarb, seine letzte Ruhestätte.

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QUAKENBRÜCK 2

Der Innenraum der Hallenkirche ist mit spätgotischer Rankenmalerei farbenprächtig gestaltet. Das große Renaissancegestühl ist mit 40 Motiven des bekannten Artländer Drachenmusters verziert, das auch auf Artländer Bauernmöbeln häufig verwendet wird. Weitere Glanzstücke der umfangreichen Ausstattung sind das beeindruckende Triumphkreuz aus dem 14. Jh. sowie der mittelalterliche Quakenbrücker Palmesel. Nach der lohnenswerten Besichtigung verlässt man die Kirche am Turm vorbei und geht bis zur Kreuzung mit der Pfaffenstraße. Das Haus Heye wird von einer Inschrift in das Jahr 1655 datiert. Genau gegenüber befindet sich ein weiterer Burgmannshof. Das 1735 errichtete Haus trägt das prächtige Dincklage’sche Wappen. Ganz am Ende der Pfaffenstraße gelangt man zur ehemaligen Großen Mühle. Die interessante historische Baugruppe ist um einen baumbestandenen Hof angeordnet und besteht aus dem einstigen gotischen Mühlengebäude aus Sandstein, dem Burgmannshof mit Renaissance-Fachwerk und dem klassizistischen Kontor- und Wohngebäude der später dort untergebrachten Großgerberei. Wieder zurück an der letzten Kreuzung, folgt man der Alen- coner Straße nach links. Ursprünglich hieß diese Straße Große Mühlenstraße, wurde dann jedoch nach der französischen Partnerstadt von Qua- kenbrück umbenannt. Rechter Hand steht das ehemalige Rektoratshaus mit einer Utlucht und einem schönen Inschriftbalken. Man überquert nun die Alengoner Straße schräg zur altdeutschen Gaststätte „Zur Hopfenblüte”. Der zweistöckige Fachwerkbau wurde 1661 errichtet. Zur Traufenseite kragt das erste Geschoss vor. In der Langen Straße, der man nach links folgt, passiert man das im Stil der Neo-Renaissance erbaute, ehema- lige Preußische Amtsgericht. Auf seine heutige Nutzung als Finanzamt verweist auf humorvolle Weise die Skulptur des „armen Steuerbürgers”. Vorbei an malerischen Häusern mit historischen Windfahnen erreicht man die „Hohe Pforte”. Das letzte erhaltene von einst fünf Stadttoren wurde 1485 errichtet und im 18. Jh. durch den ele-ganten Dachreiter ergänzt. Zu dieser Zeit diente das gotische Gebäude als Gefängnis und Uhrturm. Die Schießscharten an der Außenseite waren teilweise auf die ehemalige Zugbrücke gerichtet. Der hier einst vorbeifließende Hasearm diente zusammen mit einem Wall zur Verteidigung der Stadt.

Rathaus mit Kriegerdenkmal

Rathaus mit Kriegerdenkmal

In nördlicher Richtung schließt sich an die Hohe Pforte das Stammhaus der Quaken- brücker Familie Heye an. Das Gebäude ist mit einem barocken Volutengiebel ge- schmückt. Im Oberlicht sind von außen und innen die Initialen des Besitzers zu sehen. Daneben befindet sich ein sehenswertes Fachwerkensemble aus Alt- und Neubauten. Folgt man an der Kreuzung der St.-Annenstraße nach rechts, erblickt man linker Hand ein schönes Ackerbürgerhaus, das mit Inschriften verziert ist. Danach biegt man rechts in die Deichstraße ein. In dieser alten Ackerbürgerstraße ist teilweise noch die ursprüngliche, einst ländliche Atmosphäre zu spüren. Parallel zur Steubenallee, die nach rechts abzweigt, verläuft eine alte „Umflut”. Über diesen einst weitaus breiteren Befestigungsgraben führen einige malerische Brücken. Bevor man die Brücke überquert, sollte man sich eine Pause mit Blick auf die Haseverzweigung gönnen. Die schattige Hasepromenade führt zum Erholungsgebiet „Schützenhof”. Über die Brücke betritt man den Stadtpark mit seinem alten Baumbestand, durch den man zur Langen Straße zurückkehrt und dort links abbiegt. Gegenüber dem Rathaus fällt sofort das Haus „Zur Börse” ins Auge. Am farbenprächtigen Giebel erkennt man das typische Drachenmuster. Eine Inschrift bittet um Schutz für Quakenbrück und das Umland: „Beschirm mit mächt’ger Hand o Herr vor Unglück Dir’s Haus, dies werte Land unds gute Quakenbrück”. Das Gebäude ist das einzige Haus, dessen Ständer im zweiten Stock noch die früher in Quakenbrück typischen halbkreisförmigen Füße tragen. Hier hat man auch wieder den Ausgangspunkt des Rundgangs am Markt erreicht.

SCHAUEN

Kulturschatz Artland: Über 6000 Fachwerkgebäude und die großen jahrhundertealten Hofanlagen machen das Artland zu einer der bedeutendsten bäuerlichen Kulturlandschaften Deutschlands. Auch die anderen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Artland haben viel Sehenswertes zu bieten. In Nortrup zeigt das Kutschenmuseum über 60 Gespannwagen aus verschiedenen Epochen. Die stattlichen Fachwerkhöfe in Badbergen gehören zu den besonderen Attraktionen im Artland. Bei Menslage befindet sich auch die größte Hengstaufzuchtstation Deutschlands. Außerdem ist das Stift Börstel, ein ehemaliges Kloster aus dem 12. Jh., äußerst sehenswert. Die Hase-Ems-Tour ist ein beliebter Radfernweg. Er führt von Melle durch das Artland bis nach Meppen und von dort weiter entlang der Ems über Rheine nach Osnabrück. Der Flusslauf der Hase ist auch für Wasserwanderer attraktiv. Boote können geliehen werden, Schnupperkurse für Einsteiger werden angeboten. Das Naherholungsgebiet rund um den Feriensee und den Stadtwald ist ideal für Wanderungen und Spaziergänge. Die für die Region typischen Hofcafes laden zu einer Pause ein.

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QUAKENBRÜCK

GESCHICHTE

Quakenbrück entstand als Grenzfestung des Fürstbistums Osnabrück gegen die Grafen von Tecklenburg. Die erste urkundliche Erwähnung von „Quakenbruggen” erfolgte 1235, als hierein Stiftskapitel gegründet wurde. 1257 wurde Quakenbrück als „befestigter Flecken” mit Wällen und Stadt-toren bezeichnet. Schon bald stellte sich wirtschaftlicher Erfolg ein, vor allem durch den Speditionshandel, später auch durch den Verkauf von Wolllaken und den Weinhandel. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erlebte die Stadt einen erneuten Aufschwung, Handwerk und Handel florierten. Im 18. Jh. vollzog sich der Wandel von der Ackerbürger-zur Kaufmannsstadt. Das 19. Jh. war gekennzeichnet durch mehrere Besitzerwechsel. Von Preußen ging das Osnabrücker Land 1807 an das neu gebildete Königreich Westfalen unter Jerome Napoleon über, bevor Quakenbrück von 1810 bis 1813 zu Frankreich gehörte. Nach dem Wiener Kongress wurde Quakenbrück mit dem gesamten Osnabrücker Land endgültig Hannover zugeschlagen. Im letzten Viertel des 19. Jh. wurde Quakenbrück Schulstadt und erhielt einen Bahnanschluss. Nach dem Ersten Weltkrieg konnte sich die Stadt in den „Goldenen Zwanzigern” erholen, doch bald wurde der Aufschwung durch die schlechte Wirtschaftslage und den aufkommenden Nationalsozialismus getrübt. Den Zweiten Weltkrieg überstand das historische Stadtbild fast unbeschadet. In der Nachkriegszeit entstanden neue Wohngebiete und Industriebetriebe und auch der alte Stadtkern lebte auf. Im Zuge der Gebietsreform 1972 wurde die Samtgemeinde Artland mit dem Verwaltungssitz Quakenbrück gegründet, in der heute ca. 20000 Menschen leben.

Die Altstadt und das Wahrzeichen St. Sylvester

Die Altstadt und das Wahrzeichen St. Sylvester

RUNDGANG DURCH DEN HISTORISCHEN STADTKERN

Durch die typisch norddeutsche Kleinstadt führt der „Poggenpad”: Frosch- Fußspuren im Pflaster weisen den Weg zu den Sehenswürdigkeiten. Natürlich ist diese Bezeichnung für den Rundgang kein Zufall: Poggen sind Frösche, und so ist die Verbindung zum Stadtnamen hergestellt, dessen Ursprung zwar nicht eindeutig geklärt ist, der aber sicherlich auf eine Brücke über das sumpfige Hasetal verweist. Der Rundgang beginnt am Rathaus, das 1818 im klassizistischen Stil erbaut wurde und am Portal über der großen Freitreppe eine Inschrift trägt: „SALUTI CIVITATIS SACRUM” (= Dem Wohle der Bürgerschaft geweiht). Vor dem Rathaus steht das Denkmal „Zur Erinnerung an die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches”, das Kriegerdenkmal von 1870/71.

Das Zentrum des weitläufigen Marktplatzes bildet der Euro- pabrunnen. Die Katholische Marienkirche wurde 1949 neu erbaut, nachdem sie im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war. Der neugotische Westturm von 1873 blieb ebenso erhalten wie ein Festungsturm an der Südseite, der ursprünglich zur Landesburg gehörte und an den 1650 das Gotteshaus angebaut wurde. Im Innenraum sind Teile der alten Barockausstattung, eine Pieta aus dem 15. Jh. und moderne Glas- und Mosaikmalereien zu sehen. Hinter der Kirche steht ein großer Fachwerkbau, der von-1650 bis 1845 als Franziskanerresidenz diente. Etwas zurückversetzt erblickt man ein weiteres Fach- werkhaus. Der ehemalige Burgmannshof gehörte ursprünglich der Familie Voß, wie eine Inschrift besagt, und später der Familie von Eimendorff, worauf ein Wappen am Zwerchgiebel hinweist. Die ansässigen Burgmänner mussten auf der Burg wohnen, sie für ihren Herrn verteidigen und Urteil nach Burgrecht finden. Mit dem Aufstieg der Bürgerschaft verloren sie jedoch immer mehr an Einfluss. Von einst zehn Burgmannshöfen sind heute noch drei erhalten. Alle waren mit Wehrtürmen versehen und dienten der Verteidigung. In einem Kaufmandshaus aus der Zeit um 1800 ist seit 1983 das Stadt- museum untergebracht, das mit seiner interessanten Dauerausstellung die Themenschwerpunkte Wohnen und Arbeiten, Stadt- und Kulturgeschichte sowie Kirche und Schule beleuchtet. Regelmäßig finden auch Sonderausstellungen zur Geschichte der Region sowie zu Kunst und Volks- künde statt. An der Südseite des Marktplatzes fällt ein markantes Patri-zierhaus mit barockem Volutengiebel und reich verzierter Rokokotür auf. Es zeugt von der Blütezeit des Quakenbrücker Speditionshandels und wurde im Auftrag der Kaufmannsfamilie Schröder 1760 erbaut. Ein typisches Quakenbrücker Merkmal – auch am gegenüber liegenden neuen Fachwerkhaus erkennbar – ist die vergoldete Windfahne, auf der ein Segelschiff zu sehen ist. Man verlässt den Markt nun durch die Lange Straße, in der sich sehenswerte Kaufmannshäuser aneinanderreihen. Bald zweigt nach rechts die Kleine Mühlenstraße ab und es eröffnet sich ein Blick auf das ge-schlossene, leicht geschwungene Fachwerkensemble aus dem frühen 19. Jh. Linker Hand erreicht man die Kleine Mühle, die schon 1235 gemeinsam mit der Großen Mühle dem Bischöflichen Stiftskapitel zur Bewirtschaftung übergeben wurde. Im 1726 errichteten Elauptgebäude, das einst an der Seite der Kleinen Hase ein Wasserrad aufwies, befindet sich noch heute ein Mühlenbetrieb. Man überblickt hier zwei von früher sieben Hasearmen. Zusammen mit den Wällen diente der Fluss der Befestigung der Stadt und prägt noch heute das historische Stadtbild entscheidend mit. Der Rundgang führt weiter durch den gegenüber einmündenden Ellerbrock (Erlenbruch). Dann biegt man rechts in die Kreuzstraße ein und hat bald einen schönen Blick über die niedrige Häuserzeile zum Turm der Sylvesterkirche. Die Kreuzstraße geht über in die Goldstraße, von der nach links die Kleine Kirchstraße abzweigt. Auch hier eröffnet sich eine interessante Sicht auf die Sylvesterkirche. Auf der linken Seite der Goldstraße steht das Geburtshaus des Reformators Hermann Bonnus, ein Fachwerkgebäude mit erneuertem Giebel. Gegenüber erblickt man ein Wohnhaus im Stil des Historismus. Am Markt biegt man links ab und gelangt nach kurzer Zeit zur Einmündung der Großen Kirchstraße. Die „gute Stube” Quakenbrücks vermittelt einen schönen Eindruck einer typisch norddeutschen Kleinstadt des 18. Jh. Die kleinen Fachwerkhäuser mit ihren roten Dächern sind unregelmäßig angeordnet und im Hintergrund ragt der imposante Turm der Sylvesterkirche empor, die man am Ende der Straße am kreisrund angelegten Kirchhof erreicht. Der Kern mit den Quergiebeln ist aus dem 13. Jh. erhalten, der Chor mit Maßwerkfenstern wurde im 15. Jh. errichtet. Nach einem Sturm wurde im Jahre 1703 auf den Turm eine schöne Barockhaube aufgesetzt.

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PAPENBURG

GESCHICHTE

Bereits um 800 wurde im heutigen Stadtteil Aschendorf eine Taufkirche gegründet, 50 Jahre später wurde Aschendorf erstmals urkundlich erwähnt. Die erste urkundliche Erwähnung Papenburgs erfolgte 1458 in einer Lehensurkunde. Am 17. April 1631 erwarb der Drost Dietrich von Velen das „Gut” Papenburg. Damit legte er den Grundstein für die Erschließung der bis dahin menschenfeindlichen Moore. Zu ihrer Entwässerung ließ er Kanäle ziehen. Gleichzeitig nutzte er diese, um mit einfachen, flachbödigen Schiffen den abgebauten Torf zu den ostfriesischen Ziegeleien und den Städten Emden, Bremen und Hamburg zu transportieren. An die mit Hilfe von Werbebriefen herbeigerufenen Siedler verteilte er Land. Sie erhielten jeweils eine Plaatze, ein Stück Moor von ca. 20.000 qm (ca.50 m breit und 400 m lang).

Die Siedler waren für 10 Jahre von jeglicher „Schatzung” frei. Nach dem Bau eines Sieles im Jahre 1639 und seiner späteren Vergrößerung im Jahre 1769 unter der Freifrau Theresa von Landsberg-Velen war der Weg zur offenen See und zu den Weltstädten wie Rio de Janeiro, Buenos Aires und New York in Übersee frei. Mutige Seefahrer fuhren diese und andere Städte mit ihren kleinen, in Papenburg gebauten Schiffen wie Tjalk, Schoner und Brigg an. Aus der unbedeutenden Torfgräberkolonie wurde eine Stadt mit Welthandel. Heute baut in Papenburg die Meyer Werft neben Spezial- und Fährschiffen die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt.

papenburg

RUNDGANG DURCH DEN HISTORISCHEN STADTKERN

Der Rundgang durch Papenburg beginnt am Papenburger Zeitspeicher auf dem Gelände „Forum Alte Werft“. Hier erlebt der Besucher interaktiv die Entstehung Papenburgs sowie die Geschichte der Schifffahrt und des Schiffbaus. Außerdem kann man im Zeitspeicher die Welt des Autotestens entdecken und nur hier einen Blick hinter die Kulissen des Autotestbetriebes auf dem hiesigen ATP-Prüfgelände werfen. Der Papenburger Zeitspeicher beherbergt ebenfalls die Tourist-Information. Über den Ölmühlenweg gelangt man links auf die Straße An der Alten Werft. Immer geradeaus führt der Weg direkt in den Stadtpark. Wasserläufe, Kanälchen und Brücken vermitteln den Charme des Papenburger Stadtbildes. Großzügige Rasenflächen, viele Bäume, Beete und Bänke machen den Stadt- park zu einem einladenden Ort der Erholung. Eine Kastanienallee, der Mühlenweg, führt an einem kleinen See mit Springbrunnen vorbei auf die Straße Am Stadtpark. Nun ist der Blick frei auf Meyers Mühle. Der so genannte „Galerie-Holländer” auf dem Mühlplatz zwischen Hauptkanal und Stadtpark wurde im Jahr 1888 erbaut und im Jahr 1999 funktionsfähig restauriert. Als besondere Spezialität wird das Mühlenbrot angeboten. Regelmäßig finden in der Mühle verschiedene Ausstellungen statt. Von Meyers Mühle gelangt man direkt zum Hauptkanal. Dieser ist mit seinen romantischen Klappbrücken eine der schönsten Flanier- und Einkaufsmeilen Norddeutschlands. Früher wurden die Kanäle als Schifffahrtsweg für den Transport des gestochenen Torfes genutzt, heutzutage dienen sie noch als Vorfluter für die Entwässerung der weiten Stadtgebiete. In den Kanälen Papenburgs sind insgesamt sechs in Originalgröße nachgebaute Museumsschiffe vertäut, welche an die schwere Zeit der Gründerjahre erinnern und zusammen ein schwimmendes Schifffahrtsmuseum bilden. Im gesamten Stadtgebiet verteilen sich eine Tjalk, eine Spitzmutte, eine Kuff, eine Schmack und eine Brigg, die im Folgenden noch näher erläutert wird. Darüber hinaus ist die Schmack „Gesine von Papenburg” als seetüchtiges Segelschiff ausgebaut, das die Nord- und Ostsee befährt, an Hafenfesten teilnimmt und auch für Gästefahrten gebucht werden kann. Auf dem Hauptkanal geht man nach rechts und erreicht die Nikolaikirche. Die evangelisch-lutherische Kirche wurde 1870 geweiht. Die im neogotischen Stil errichtete, einschiffige Saalkirche wurde aus hierzulande üblichem Backstein gebaut. Das Gotteshaus ziert ein spitzer Turmhelm, gekrönt von einem goldenen Hahn auf einer goldenen Kugel. Dem Hauptkanal folgend gelangt man zum Papenburger Rathaus. Das erst 1913 im neubarocken Stil erbaute Rathaus erinnert mit seinen verspielten flämischen Elementen wie Putten und Masken an die Nähe der Stadt zu den Niederlanden. Besonders hervorzuheben sind die Holzschnitzereien im Rathaussaal sowie die Reliefs am Eingang. Im Rathaus-Vorgarten symbolisieren ein Anker und drei Bronzetafeln die Städtepartnerschaft mit Rochefort/Frankreich. Vor dem imposanten Rathaus ankert die schnittige Brigg „Friederike von Papenburg”. Auf diesem Segelschiff ist unter anderem die Tourist-Information untergebracht. Dieses Bild nimmt jeder Besucher von Papenburg, der Stadt der Schiffbauer und Kapitäne, mit. Direkt hinter dem Rathaus am Hauptkanal befindet sich die Villa Dieckhaus. In dem im Jugendstil erbauten Haus befindet sich heute der Sitz des städtischen Kulturamtes. Die Villa ist ebenfalls Veranstaltungsort für Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Präsentationen. Man überquert den Hauptkanal und geht nach links. Auf der rechten Seite thront die katholische St. Antoniuskirche, eine im gotischen Stil erbaute, dreischiffige Hallenkirche. Das Äußere der St. Antoniuskirche erinnert an die großen Bauten norddeutscher Backsteingotik. Das 70 m lange und 35 m breite Kirchenschiff wird von dem 88 m hohen, weithin sichtbaren Turm überragt. Nun überquert man die Kirchstraße und folgt der Straße Hauptkanal links entlang des Kanals. Am Deverweg überquert man den Kanal und geht weiter nach rechts auf die Straße Hauptkanal rechts. Linker Hand erreicht man das Heimatmuseum, das von den Glanzzeiten der Papen- burger Seefahrt erzählt. Das Heimatmuseum ist untergebracht im Alten Amtshaus, dem ältesten noch erhaltenen historischen Bauwerk Papenburgs. Um 1648 errichtete der Stadtgründer Dietrich von Velen an dieser Stelle einen neuen Amtssitz. Wieder überquert man den Kanal und geht nach links, um der Straße Hauptkanal links zu folgen. Am Ende der Straße geht man links und folgt der Straße An der Alten Werft. Linker Hand erstrecken sich die ehemaligen Werftgebäude der MeyerWerft. Bis Anfang der 1970er-Jahre war dies der Standort der weltbekannten MeyerWerft. Heute sind hier ein Restaurant, ein Hotel und die Stadthalle sowie das Kleine Theater untergebracht. Die historischen Gebäude wurden sorgsam erhalten und bilden heute das kulturelle Zentrum der Stadt, das „Forum Alte Werft”. 1975 wurde die neue Schiffswerft der Meyer Werft am Seehafen in Betrieb genommen, die zu den modernsten Anlagen im Schiffbau weltweit zählt. Führungen auf der Meyer Werft bieten interessante Einblicke in den Schiffbau. Von zwei Besuchergalerien kann man die im Bau befindlichen Kreuzfahrtschiffe bestaunen. Der Straße An der Alten Werft folgend kehrt man wieder zum Ölmühlenweg und zum „Papenburger Zeitspeicher” zurück.

SCHAUEN

Im Stadtteil Aschendorf lohnt das Gut Altenkamp einen Besuch. Das repräsentative Barockgebäude liegt in einem weitläufigen Barockgarten und ist heute Veranstaltungsort für Ausstellungen, Konzerte und Vortragsabende. In der Von-Velen-Museumsanlage (Papenburg-Obenende) kann sich der Besucher in die Ursprungszeit Papenburgs zurückversetzen lassen und einen Blick in die damaligen Häuser und Arbeitsstätten der armen Moorbauern werfen. Im benachbarten Papenbörger Hus kann man sich mit knusprigen Buchweizen-Pfannkuchen stärken. Das Landwirtschaftsmuseum Rhede (Ems) gibt einen Einblick in die Landwirtschaft von ca. 1850 bis 1950. Zwischen Tunxdorf und Nenndorf gelegen, sorgt der romantische »Tunxdorfer Waldsee für Badespaß. Südlich von Papenburg erstreckt sich mit dem Krummen Meer eine der schönsten Moorflächen. Unter besonderem Schutz stehen auch die 700 ha großen Emsauen, die besonders gut mit dem Fahrrad zu erkunden sind.

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OSNABRÜCK 2

Glanzstücke sind die Kasel Bischofs Benno II. aus byzantinischer Seide und die Werke des „Meisters von Osnabrück”, der bedeutendsten Bildhauerwerkstatt der Stadt im Spätmittelalter. Am Domhof befindet sich auch das Stadttheater, das mit seiner Jugendstilfassade zu den schönsten deutschen Theaterhäusern gehört. Nach der schweren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg konnten erst nach der Renovierung 1951 wieder regelmäßig Aufführungen stattfinden. 1996/97 erfolgte eine Erweiterung des Theaters, in dem Opern, Operetten, Musicals, Schauspiele und Tanztheater gezeigt werden. Im seit 1982 bestehenden „emma-theater” an der Lotter Straße werden vorwiegend Stücke zeitgenössischer Autoren, Kammeropern sowie Kinder- und Jugendtheater aufgeführt. Nun spaziert man zurück über den Marktplatz und weiter durch die Heger Straße, die zu einem Bummel durch die vielen Kunsthandwerkerläden oder zu einem Abend in einer der zahlreichen gemütlichen Kneipen einlädt. Es lohnen sich Abstecher zum Willmannhaus in der Krahnstraße und zum Hotel Walhalla in der Bierstaße, zwei stattlichen Fachwerkhäusern. Am Ende der Bierstraße, am Platz des 20. Juli, erreicht man die Kunsthalle Dominikanerkirche. Die um 1300 errichtete, ehemalige Dominikanerkirche dient seit 1991 als Kunsthalle der Stadt Osnabrück, in der zeitgenössische Skulpturen, Installationen und Objekte gezeigt werden. Im Rahmen des alljährlichen European Media Art Festivals ist hier auch eine der umfassendsten Darbietungen internationaler Medienkunst zu sehen. Durch die Große Gildewart kehrt man zurück zur Heger Straße. Schräg gegenüber von der Einmündung erblickt man die Lagerhalle. Die einstige Eisenwarengroßhandlung ist heute ein sozio- kulturelles Zentrum, in dem Konzerte, ein Kabarettfestival, Theater- und Filmaufführungen sowie Partys und Vorträge veranstaltet werden. Vordem Heger-Tor zweigt rechts die kleine Straße Bocksmauer ab. Hier blieb als ältester Turm der einstigen Stadtmauer der Bucksturm aus dem 13. Jh. erhalten, der zeitweilig auch als Gefängnis diente. Anschauliche Exponate zeigen den mittelalterlichen Schutz und das damalige Rechtsverständnis der Stadt Osnabrück. Zu den Ausstellungsstücken gehört auch der Eichenkasten, in dem Graf Johann von Hoya sechs Jahre lang gefangen gehalten wurde. Eine kleine Präsentation widmet sich den damaligen Hexenprozessen. Das Heger- Tor bildet den Abschluss der Heger Straße und wird auch Waterloo-Tor genannt, weil es 1817 als Ehrendenkmal für die Osnabrü- cker Waterloo-Kämpfer entstand. Neben dem Heger-Tor steht das vom amerikanischen Architekten Daniel Libeskind entworfene Felix-Nussbaum- Haus. Das moderne Gebäude beherbergt mit 180 Exponaten die weltweit größte Sammlung von Werken des 1904 in Osnabrück geborenen und 1944 in Auschwitz ermordeten Künstlers Felix Nussbaum. In seinen ausdrucksvollen Gemälden dokumentiert er seine Lebensgeschichte – von der Geborgenheit einer bürgerlichen jüdischen Kaufmannsfamilie in Osnabrück über den schnellen künstlerischen Erfolg in Berlin bis zu den schwierigen Jahren als emigrierter Künstler und verfolgter Jude im besetzten Belgien. Direkt nebenan kann man im Kulturgeschichtlichen Museum mit den Abteilungen Archäologie, Kunsthandwerk und Design sowie Alltagskultur eine spannende Reise durch die Osnabrücker Stadtgeschichte unternehmen. Außerdem sind die „Sammlung Gustav Stüve” mit Gemälden des 16. bis 19. Jh. sowie umfangreiche grafische Sammlungen mit hochwertigen Stichen zu sehen. Vom Heger-Tor folgt man dem Heger-Tor-Wall und biegt dann links in die Katharinenstraße ein. Die Katharinenkirche, eine dreischiffige, klassischgotische Hallenkirche, stammt aus dem 14. Jh. und war einst Hofkirche von Ernst August I. Der 103,5 m hohe Turm ist der zweithöchste Kirchturm Niedersachsens. Über den Kirchenvorplatz und das Sträßchen Am Ledenhof kommt man zum gleichnamigen Gebäude. Der Ledenhof ist das bedeutendste bürgerliche Gebäude Osnabrücks und besteht aus dem Hauptgebäude (Palas) mit Treppenturm und dem wesentlich älteren, höheren Steinwerk. Das Anwesen gehörte einst der einflussreichen Familie Leden. Die markante diagonale Bemalung wurde nach historischen Vorlagen wieder hergestellt.

Osnabrücks Universität

Osnabrücks Universität

Heute ist der Ledenhof Sitz des Literaturbüros Westniedersachsen und der Deutschen Stiftung Friedensforschung. Über den Neumarkt und die Johannis- Straße gelangt man zur Johanniskirche. Die erste gotische Hallenkirche im westfälischen Raum wurde von 1256 bis 1291 errichtet. Besondere Beachtung verdienen der Kreuzgang, das Sakramentshaus aus Sandstein (um 1440) sowie die Sakristei mit vier Gewölbefeldern um einen Mittelpfeiler (14. Jh.). Die imposante Westansicht erinnert stark an den Dom St. Petrus. Wie das bischöfliche Gotteshaus besitzt auch die Johanniskirche eine Doppelturmanlage mit einem bis in die halbe Höhe reichenden, festungsartigen „sächsischen Riegel”. Von der Johanniskirche geht man gegenüber auf der schmalen Straße geradeaus und biegt dann rechts in die Kolpingstraße ein, in der man die Universität passiert. Dann folgt man dem Neuen Graben nach links zum Schloss. Das ehemals fürstbischöfliche Schloss zählt zu den frühesten Barockschlössern Deutschlands und wurde ab 1668 von Ernst August I. und seiner Gemahlin Sophie von der Pfalz erbaut. Nachdem es im Zweiten Weltkrieg ausbrannte, wurde es anschließend als modernes Gebäude in historischer Fassade wieder errichtet. Heute wird das Schloss von der Universität genutzt. Zu einem Spaziergang lädt der ansprechend gestaltete Schlossgarten ein. Der Rückweg zum Ausgangspunkt des Rundgangs am Marktplatz führt über den Adolf-Reichwein-Platz, die Straßen Kamp und Nikolaiort und schließlich durch die Krahnstraße.

SCHAUEN

Im Zoo Osnabrück kann man Tiere aus aller Welt in einem herrlichen Mischwald erleben. Der 188 m hohe Piesberg überragt die Stadtsilhouette. Das dortige Museum Industriekultur zeigt den harten Arbeitsalltag im Steinkohleabbau. Osnabrück liegt im Naturpark NördlicherTeutoburger Wald – Wiehengebirge, der durch ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz erschlossen ist. Eines der spektakulärsten Zeugnisse der Vergangenheit sind die riesigen Saurierspuren in Bad Essen. Südlich von Osnabrück liegt das Kneippheilbad Bad Iburg mit seiner imposanten Doppelanlage von Schloss und ehemaligem Kloster. Auch der renommierte Kurort Bad Rothenfelde begeistert den Besucher mit seiner eleganten Architektur.

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OSNABRÜCK

GESCHICHTE

Um 780 erbaute Karl der Große am Ufer der Hase eine steinerne Kirche. Diese Keimzelle des Bistums Osnabrück lag am Knotenpunkt wichtiger alter Handelsstraßen. Im Mittelalter entwickelte sich Osnabrück zu einem erfolgreichen Handelsort und erhielt 1002 das Markt-, Münz- und Zollrecht unter Heinrich II. und 1171 schließlich die eigene Gerichtsbarkeit. Als Stadt wurde Osnabrück erstmals 1147 erwähnt. Um das Jahr 1200 errichtete man zum Schutz vor feindlichen Angriffen die Stadtmauer. Von 1412 bis 1669 war Osnabrück Mitglied der Hanse. 1643 begannen in Osnabrück die Friedensverhandlungen im Dreißigjährigen Krieg, die mit dem am 25.10.1648 verkündeten Westfälischen Frieden ihren erfolgreichen Abschluss fanden. Zwischen 1649 und 1803 bestimmten abwechselnd katholische und evangelische Fürstbischöfe die Geschicke des Hochstifts Osnabrück, bevor die Stadt ab 1803 von französischen Truppen besetzt war. Mit der Eröffnung der Westbahn von Hannover nach Osnabrück erfolgte 1855 der Anschluss an das Eisenbahnnetz, der die Industrialisierung entscheidend förderte. Neue Bürger- und Arbeiterwohnviertel entstanden außerhalb des historischen Altstadtrings. Die Jahrhundertwende brachte zwei berühmte Söhne der Stadt hervor: 1898 wurde der Schriftsteller Erich Maria Remarque in Osnabrück geboren, 1904 kam der Maler Felix Nussbaum hier zur Welt. Im Zweiten Weltkrieg wurde Osnabrück insgesamt zu 69%, der historische Stadtkern sogar zu 85% zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte unter Beibehaltung des ursprünglichen Stadtgrundrisses und der Silhouette. 1949 wurde Osnabrück mit über 100 000 Einwohnern zur Großstadt. Dem Strukturwandel in der Stahl- und Textilindustrie in den 1960er-/1970er-Jahren fielen zahlreiche Arbeitsplätze zum Opfer. Heute wird das Wirtschaftsleben der 165000-Einwohner-Stadt vor allem durch Metall verarbeitende Betriebe (Fahrzeugbau, Kupferverarbeitung), die Papierindustrie und das Transportgewerbe geprägt.

RUNDGANG DURCH DEN HISTORISCHEN STADTKERN

Ausgangspunkt des Rundgangs ist das Rathaus des Westfälischen Friedens am Markt im Herzen der Stadt. Nach mehr als 25 Jahren Bauzeit wurde das spätgotische historische Rathaus 1512 vollendet. Im „Friedenssaal” wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg der Westfälische Friede beschlossen. 42 Porträtgemälde zeigen die europäischen Gesandten, die am Friedenskongress teilnahmen, sowie die Herrscher jener Zeit, wie beispielsweise den französischen „Sonnenkönig” Ludwig XIV., den deutschen Kaiser Ferdinand III. und Königin Christina von Schweden. Die Schatzkammer birgt wertvolle Stücke wie den Kaiserpokal, die Nachbildung des Westfälischen Friedensvertrages („Osnabrücker Friedensinstrument”) und die alte Schützenkette. Ein Modell zeigt die Stadt im Jahr 1633 und eine Dauerausstellung dokumentiert „Zerstörung durch und Aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg”. An das Rathaus schließt sich die Stadtwaage an. Das ehemalige Prüfamt der Zünfte wurde 1531 erbaut und beherbergt heute städtische Ämter sowie das Trauzimmer. In direkter Nachbarschaft er-hebt sich die Marienkirche. Die gotische Hallenkirche ist nach dem Dom das älteste Gotteshaus in der Altstadt. Im Inneren lohnt der geschnitzte Altar von 1520 eine nähere Betrachtung. Vom Turm, den man über 191 Stufen besteigen kann, genießt man einen herrlichen Blick über die Stadt und ihr Umland. Auf der gegenüberliegenden Seite wird der Marktplatz von charakteristischen Osnabrücker Bürgerhäusern mit Treppengiebeln begrenzt.

Hier dokumentiert das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum in einer Dauerausstellung Leben, Werk und weltweite Wirkung des in Osnabrück geborenen Schriftstellers. Themenbezogene Wechselausstellungen ergänzen diese Präsentation. Ein Info-Shop bietet vielseitige Materialien zum Thema an. Im Remarque-Archiv wird die weltweit umfassendste Materialsammlung von und über Remarque aufbewahrt. In unmittelbarer Nähe des Marktes stellt der neue Bürgerbrunnen die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte dar. Vom Markt geht man nun weiter zum Domhof.

Der Dom St. Petrus zählt zu den herausragenden romanischen Sakralbauten Deutschlands und ist vor allem von Stilelementen der Gotik und des Barock geprägt. Das Langhaus der Pfeilerbasilika wurde 1218 bis 1245 erbaut, der Chor folgte von 1245 bis 1277. Über der Vierung erhebt sich der imposante, achteckige Turm. Die ungleichen Westtürme waren ursprünglich gleich schlank. Im Inneren sind insbesondere das bronzene Taufbecken von Gerardus (1225), das größte Triumphkreuz Niedersachsens (nach 1180) und der mehrflügelige Hochaltar (Anfang 20. Jh.) sehenswert. Im Kreuzgang aus dem 12. Jh. befinden sich Domschatz und Diözesanmuseum. Die Domschatzkammer umfasst liturgische Geräte und Reliquiare sowie wertvolle Kleinodien aus 1200 Jahren, u. a. hochwertige Kunstwerke wie das Kapitelskreuz oder der Elfenbeinkamm Karls des Großen. Im 1918 gegründeten Diözesanmuseum sind Skulpturen, Gemälde und Textilien aus dem Dom und dem Bistum vom 11. bis 18. Jh. zu sehen.

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OLDENBURG 3

Oldenburger Schloss

Oldenburger Schloss

Durch die Hindenburgstraße gelangt man in das Dobbenviertel, ein beliebtes Wohngebiet aus der Gründerzeit. Am Theodor-Tantzen-Platz erstrecken sich an den Dobbenteichen die beeindruckenden Gebäudekomplexe des ehemaligen Oldenburgischen Landtags und des Oldenburgischen Staatsministeriums (1914-1917). Von 1919 bis zum Verlust der Selbstständigkeit 1946 hatte hier der Landtag des Freistaates Oldenburg seinen Sitz. Heute ist im ehemaligen Ministerium die Bezirksregierung Weser-Ems untergebracht. Über die Hindenburgstraße kehrt man zurück zum Cäci- lienplatz und biegt dann in die Moltkestraße ein. Man folgt der Gartenstraße mit ihren prächtigen Villen nach links in Richtung Stadtzentrum und betritt an der großen Kreuzung am Theaterwall schließlich den herrlichen Schlossgarten, der 1803 bis 1805 im Auftrag von Herzog Peter Friedrich Ludwig als Nutzgarten für die Küche des Hofes, als Privatgarten für die herzogliche Familie und als Stadtpark angelegt und später durch Gehölze aus Übersee ergänzt wurde. Der 18 ha große englische Landschaftsgarten besitzt beeindruckende Rhododendron-Kulturen, einen romantischen Rosengarten und historische Gewächshäuser. Durch einen schmalen Ausgang an der Nordostseite verlässt man den Park bei der Mühlenhunte. Links erblickt man das im niederländischen Barockstil erbaute Elisabeth-Anna-Palais, das einst als Wohnsitz des letzten Großherzogs diente und heute das So- zialgericht beherbergt. Rechter Hand ist im Augusteum ein Teil des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte untergebracht. In dem 1867 im Stil der italienischen Renaissance errichteten Palazzo sind vorwiegend italienische und niederländische Gemälde vom 16. bis 18. Jh. und europäische Malerei vom Mittelalter bis zur Neuzeit zu sehen. Wechselausstellungen zur Malereigeschichte und zur Kunst der Gegenwart runden die ehemalige Großherzogliche Gemäldesammlung ab. Entlang der male- rischen Mühlenhunte erreicht man bald das Landgericht (1862) und das 1902 im Stil des Historismus erbaute, mit Jugendstilelementen verzierte Amtsgericht. Zurück am Damm, sollte man unbedingt das Landesmuseum Natur und Mensch besuchen, das in einem 1879 errichteten Gebäude untergebracht ist. Bereits 1836 eröffnete Großherzog Paul Friedrich August das Naturhistorische Museum Oldenburg und erweiterte die Sammlungen stetig. In seiner heutigen Form präsentiert sich das Landesmuseum Natur und Mensch seit 1995. Das neue Konzept verbindet die naturkundlichen Aspekte mit der Kulturgeschichte Nordwestdeutschlands. Die Abteilungen zeigen Exponate aus den Themenbereichen Archäologie, Naturkunde und Völkerkunde, ergänzt durch Multimedia-Installationen und kurze Filmsequenzen. Eine Besonderheit dieses Museums ist die künstlerisch anspruchsvolle Gestaltung der Ausstellungen, u. a. durch plastische Karten, zentrale Großinstallationen und die liebevolle Darstellung kleinster Bestandteile aus den verschiedenen Landschaften wie Moor, Geest, Küste und Marsch. Museumspädagogische Angebote für Kindergartengruppen und Schulklassen sowie Führungen und Aktionen für Erwachsene wie beispielsweise Backen von steinzeitlichem Brot, Töpfern und Herstellung von Amuletten lassen den Museumsbesuch zu einem noch intensiveren Erlebnis werden. Regelmäßig finden Vorträge, Lesungen und Sonderausstellungen statt. Eine Cafeteria sorgt für das leibliche Wohl, und der Museumsshop lädt zum Stöbern ein. Am Ende des Damms über- spannt die turmbewehrte Cäcilienbrücke den Küstenkanal. Mit 42 Metern Spannweite war das 1927 errichtete Bauwerk seinerzeit die größte Hubbrücke Europas. Auf dem Damm geht man jetzt wieder zurück in Richtung Stadtmitte. Das Prinzenpalais an der Ecke Damm/Huntestraße gehört zum Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und beherbergt die Galerie der Kunst des 19. und 20. Jh. In dem 1821 bis 1826 erbauten klassizistischen Palais lebten die verwaisten Enkel des Herzogs Peter Friedrich Ludwig, die Prinzen Alexander und Peter. Im Ersten Weltkrieg diente das Gebäude u. a. als Lazarett und war bis 2001 Behördensitz. An der Huntestraße ist daran anschließend eine Häuserzeile erhalten, die im 18. Jh. auf den ehemaligen Festungsanlagen gebaut wurde. In diesen sog. Kavaliershäusern lebten die Angehörigen des großherzoglichen Hofstaats. Zu diesen Häusern gehörte auch das 1882 errichtete alte Hallenbad, eines der ersten in Deutschland. Die Huntestraße führt direkt zum Hafen. Der vordere Bereich des Hafens, in dem heute Segeljachten und Motorboote liegen, war bis in die jüngere Vergangenheit hinein von Silos, Lagerschuppen und Krananlagen dominiert. Ein alter Kran zeugt noch vom zentrumsnahen Güterumschlag mit See- und Binnenschiffen. Blickt man Richtung Osten, erkennt man den alten Wasserturm der Bahn und die Eisenbahnklappbrücke, die nach ihrem Bau als größte ihrer Art in Europa galt. Auf ihr können Züge von und nach Bremen die Hunte überqueren. Die beeindruckende Konstruktion lässt sich jedoch auch nach oben öffnen, um Schiffe passieren zu lassen. Weiter stadtauswärts findet man heute ausgedehnte Industrieanlagen auf beiden Seiten der Hunte. Oldenburg ist Niedersachsens umschlagsstärkster Binnenhafen. Über Weser und Hunte ist er auch für Seeschiffe zugänglich und durch den Küstenkanal mit dem Ruhrgebiet und den Benelux-Ländern verbunden. Vorbei am Stautorkreisel mit dem gleichnamigen, als Rundbau gestalteten Cafe, kehrt man durch die Poststraße wieder zum Schloss zurück.

SCHAUEN

Der nördlich von Oldenburg gelegene Luftkurort Rastede, einst herzogliche Sommerresidenz, beeindruckt durch das prächtige Schloss mit malerischem Park, die St.-Ulrichs-Kirche und das Erbprinzenpalais. Der Ortsbild wird geprägt von Bürgerhäusern der Gründerzeit und charakteristischen Backsteinhäusern. Ca. 10 km entfernt von Rastede bietet der Tier- und Freizeitpark Jaderberg Vergnügen für die ganze Familie. Mit den Schiffen der „Weißen Flotte” kann man das Zwischenahner Meer erkunden. Der See ist beliebt bei Seglern, Surfern und Anglern und besitzt schöne Badestellen. Das Freilichtmuseum „Ammerländer Bauernhaus” am Seeufer zeigt den ammerländischen Lebensalltag vergangener Tage. Der« „Park der Gärten” in Bad Zwischenahn erfreut das Auge mit über 2000 Rhododendronarten und über 40Themengärten wie Bauern-, Apotheker-, Stein- und Wassergarten.

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OLDENBURG 2

Oldenburgisches Staatstheater

Oldenburgisches Staatstheater

Man überquert nun den Heiligengeistwall, dessen Name auf die Festungsanlagen verweist, zur Heiligengeiststraße. Folgt man dann der Bahnüberführung der 91 er-Straße nach rechts, erblickt man am Ende der Straße halb rechts das im Jahr 2000 eröffnete Horst-Janssen-Museum. Horst Janssen (1929-1995) war einer der bedeutendsten Zeichner und Grafiker des 20. Jh. Der Oldenburger Ehrenbürger, der seine Kindheit hier verbrachte, betätigte sich aber auch als Autor. Die Ausstellung präsentiert Zeichnungen, Aquarelle, Holzschnitte, Radierungen und Lithographien, aber auch persönliche Gegenstände wie Utensilien aus dem Arbeitszimmer. Im Erdgeschoss finden Wechselausstellungen statt. Das Horst-Janssen- Museum gehört als Erweiterung zu einem Gebäudekomplex, in dem das Stadtmuseum untergebracht ist. Den Kern des Museums bilden drei ehemalige Stadtvillen, die der Oldenburger Kunstmäzen Theodor Francksen in eine Stiftung einbrachte. Nördlich der oben genannten Bahnunterführung überquert die Heiligengeiststraße den Pferdemarkt. Rund um den 1803 weitläufig angelegten Platz entstanden klassizistische Kasernen- und Militärgebäude, von denen an der westlichen Nordseite noch die einstige Infanteriekaserne von 1836/37 erhalten blieb. An ihrer Rückseite wurde ein moderner Klinkerbau des Neuen Rathauses angefügt. Auch die heutige Landesbibliothek an der östlichen Nordseite diente einst als Kaserne. Das heutige Standesamt beherbergte einst eine Militärschule und diente von 1848 bis in den Ersten Weltkrieg als Sitz des Oldenburger Landtags. Im Zuge von Baumaßnahmen wurde der Pferdemarkt in seiner heutigen Form umgestaltet. Nördlich des Pferdemarktes steht an der Gabelung Alexanderstraße/Nadorster Straße die kleine Gertrudenkapelle. Nun verlässt man den Platz an seiner Südwestseite, unterquert die Bahnlinie und gelangt schließlich in die Peter- Straße. Auf der rechten Seite erhebt sich die 1903 erbaute Garnisonkirche, die von der langen Tradition Oldenburgs als Militärstandort zeugt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden sich das ehemalige Lehrerseminar und das Pressehaus der Nordwest-Zeitung. Direkt danach überragt die 1873-1876 erbaute katholische Peterkirche die Wallschule von 1874, die die älteste Turnhalle der Stadt besitzt. An der Einmün- düng der Katharinenstraße direkt gegenüber erfährt man im Edith-Ruß-Haus bei Ausstellungen, Per- formances, Präsentationsreihen, Workshops und Künstlergesprächen viel Wissenswertes über Medienkunst. Dabei geht es weniger um die technische Umsetzung als viel mehr um den Einfluss der neuen Medien auf das Leben und damit auch ihre Bedeutung für die Kunst. Das ehemalige Peter Friedrich Ludwigs Hospital (PFL) wurde 1838-1841 erbaut und dient heute unter anderem als Kulturzentrum der Stadt. Die Peterstraße führt zum Friedensplatz, dessen Name an den Krieg von 1870-1871 erinnert. Ursprünglich trug die Säule in der Mitte des Platzes eine Bronzefigur. Die 1894 errichtete methodistische Friedenskirche begrenzt den Platz an seiner Westseite. Den Julius-Mosen-Platz, benannt nach dem Dichter aus dem Vogtland, der von 1844 bis 1848 als Theaterdramaturg in Oldenburg wirkte, erreicht man nach wenigen Schritten, vorbei am Cafe Klinge, das schon um 1900 als Klatsch- und Heiratsbörse beliebt war. Eine Bronzebüste nahe der Einmündung in die Kurwickstraße erinnert an Julius Mosen. Auf dem Theaterwall folgt man nun dem einstigen Verlauf der Befestigungsanlagen. Auf der linken Seite erblickt man eine noch überwiegend vollständige klassizistische Häuserzeile. Rechter Hand erhebt sich der Kuppelbau des Oldenburgischen Staatstheaters. In der Nähe des Theaters steht eine 1996 enthüllte Bronzebüste des Publizisten und Friedensnobelpreisträgers Carl von Ossietzky, nach dem auch die Universität Oldenburg benannt wurde. Beim Theater verlässt man die Wallanlagen und biegt rechts in die Roonstraße ein. Links liegt das Alte Gymnasium von 1878, zu dessen berühmtesten Schülern der Pädagoge Herbart, der Philosoph Jaspers und der Theologe Bultmann gehörten. 1998 wurden Teile des Gebäudes und wertvolle Sammlungen des Alten Gymnasiums bei einem Großbrand zerstört. Hinter dem Theater öffnet sich der parkähnlich gestaltete Cäcilienplatz mit prächtigen Villen des späten 19. Jh. Zwei Bronzebüsten stellen Helene Lange, eine Vorkämpferin der Frauenbewegung, und Karl Jaspers, einen wichtigen Vertreter der Existenzphilosophie, dar. In der ehemaligen Preußischen Gesandtschaft von 1885 ist heute eine Galerie untergebracht.

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OLDENBURG

GESCHICHTE

Bereits um 800 sicherte eine kleinere Befestigungsanlage an der Hunte den Flussübergang für die Handelswege von Bremen und Westfalen nach Friesland. In der Nähe lag auf einem hochwassergeschützten Geestrücken ein frühmittelalterliches Dorf, aus dem sich die spätere Stadt Oldenburg entwickelte und über dem die Grafen von Oldenburg Ende des 11. Jh. eine Burg errichteten. „Aldenburg” wurde 1108 erstmals urkundlich erwähnt, bildete das Verwaltungs- und Kulturzentrum der Grafschaft Oldenburg und bekam 1345 das Stadtrecht. Mitte des 15. Jh. wurde ein Graf von Oldenburg als Christian I. König von Dänemark, wodurch das Herrscherhaus zu europäischer Bedeutung aufstieg. Für die Stadt und die Grafschaft brachte das ausgehende Mittel- alter eine Blütezeit, in der die Gebiete dank der Diplomatie von Graf Anton Günther sogar vom Dreißigjährigen Krieg verschont blieben. Der Graf starb kinderlos, so dass die Grafschaft von 1667 bis 1773 vom dänischen Königshaus regiert wurde. Die Pest (1667/68) und ein großer Stadtbrand (1676) brachten Leid und Zerstörung über die Stadt. Unter den Herzogen von Holstein- Gottorp erlebte Oldenburg einen erneuten Aufschwung und wurde Residenzstadt und Großherzogtum. Die Stadt wurde im klassizistischen Stil umgestaltet und durch Parkanlagen be-reichert. Nach der Abdankung des Großherzogs 1918 blieb Oldenburg weiterhin Hauptstadt des Freistaates Oldenburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der keine größeren Zerstörungen hinterließ, wuchs Oldenburg durch die Aufnahme von 40000 Flüchtlingen und Vertriebenen schlagartig zur Großstadt mit heute ca. 158 000 Einwohnern.

oldenburg

RUNDGANG DURCH DEN HISTORISCHEN STADTKERN

Der Rundgang beginnt am Schlossplatz, der mit seinen historischen Gebäudeensembles heute den stimmungsvollen Rahmen für Veranstaltungen und Märkte bildet. Die an Schloss und Schlossplatz vorbeiführende Straße gehörte einst zu dem wichtigen Handelsweg, der Bremen mit den Niederlanden und Friesland verband. Im Gebäude Schlossplatz 22 wurde im Jahre 1870 vom Buchhändler Schwartz die Ansichtspostkarte erfunden. Beim 1592 erbauten Haus Schlossplatz 16 handelt es sich vermutlich um das älteste Wohngebäude der Stadt; 1996 konnte das Baujahr eher zufällig datiert werden. Das ehemalige großherzogliche Schloss blickt auf eine komplizierte Baugeschichte zurück. Zu Beginn des 17. Jh. ließ Graf Anton Günther den Zentralbau errichten. Danach erfolgten immer wieder Veränderungen und Erweiterungen. Heute ist im Schloss das Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte untergebracht, das die Kulturgeschichte des Osnabrücker Landes vom Mittelalter bis in das 20. Jh. dokumentiert. Weitere Abteilungen sind im Augusteum und im Prinzenpalais zu sehen. Gegenüber dem Schloss steht die Neue Wache, die 1839 im für Oldenburg typischen klassizistischen Stil errichtet wurde und heute in den Komplex der Landessparkasse, der ältesten bestehenden Sparkasse der Welt, integriert ist. Vor dem Alten Ministerium, dem ebenfalls klassizistischen Gebäude neben der Neuen Wache, erinnert ein Denkmal an den Gründer des modernen Oldenburgs, Herzog Peter Friedrich Ludwig. Vom Schlossplatz geht man nun weiter zum Marktplatz. Die fünf- türmige evangelische Lambertikirche auf der linken Seite ist eine der wenigen Rundkirchen in Deutschland. Nachdem derVor- gängerbau, eine gotische Hallenkirche aus dem 13. Jh., 1791 teilweise eingestürzt war, ließ Herzog Peter Friedrich Ludwig an ihrer Stelle eine klassizistische Rundkirche nach dem Vorbild des römischen Pantheons errichten und den hier angelegten Friedhof einebnen. Später wurde die Kirche mit einem neugotischen Klinkermantel umgeben. Gegenüber der Lambertikirche befindet sich das Alte Rathaus. Der Backsteinbau aus der Gründerzeit (1886-1888) weist einen ausgefallenen dreieckigen Grundriss sowie niederländische Stilelemente der Renaissance auf. An der schmalen Nordseite ertönt mehrmals täglich ein Glockenspiel. Der Marktplatzbereich vor dem Rathaus wurde 1978/79 in die Fußgängerzone integriert, die zum Großteil bereits 1967 entstand und inzwischen fast den kompletten mittelalterlichen Stadtkern umfasst. Damit war Oldenburg schon vor über 35 Jahren die erste deutsche Stadt mit einem so großen Fußgängerbereich. Die Lange Straße verbindet den Marktplatz mit dem früheren Heilig-Geist-Tor und gehörte zum mittelalterlichen Handelsweg, der bei Oldenburg die Hunte überquerte. Gegenüber dem Rathaus kann man durch den Lambertihof bummeln. Die glasüberdachte Passage entstand Ende der 1980er-Jahre auf dem Areal der ehemaligen Markthalle. Einige Schritte weiter erreicht man an der Einmündung der Kleinen Kirchenstraße das Degodehaus von 1502 mit seinem schmucken Fachwerkgiebel, das als eines von wenigen Gebäuden den Stadtbrand von 1676 überstand. Bis 1996 nahm man an, dass es der älteste Profanbau Oldenburgs ist. Von hier lohnt sich ein Abstecher in das Nikolaiviertel mit der Kleinen Kirchenstraße, der Bergstraße und dem Nikolaigang. In dem malerischen Viertel laden kleine Geschäfte, Cafes und Restaurants zum Verweilen ein. In der Kleinen Kirchenstraße befindet sich auch die Tourist-Information.

Geht man weiter durch die Lange Straße, verdienen drei Backsteingebäude besondere Beachtung. Die reich verzierten Häuser mit hohen Giebeln wur-den nach dem Stadtbrand 1676 erbaut. An der Ecke Lange Straße/Kurwick- straße stehen der Graf Anton Günther (1682) und die 1684 errichtete Hof-Apotheke, ein Stück weiter an der Kreuzung Wallstraße das Haus Renfordt von 1684. Auf dem Weg dorthin passiert man den inoffiziell als „Lefferseck” bezeichneten Platz, der durch das Zusammentreffen von Langer Straße und Achternstraße entsteht. Am Haus Renfordt geht man ein kurzes Stück in die Wallstraße hinein. Das hochgiebelige, große Speicherhaus (Hs. Nr. 24) wurde 1793 als Seifenfabrik erbaut, 1986-88 saniert und beherbergt heute Kunsträume der Volkshochschule. Die Wallstraße hat sich zur „gastronomischen Meile” entwickelt. Bald erreicht man den Waffenplatz, auf dem alljährlich der Tanz in den Mai, das Weinfest und andere Veranstaltungen stattfinden. Am Ende der Wallstraße war in Hs. Nr. 14, einem klassizistischen Gebäude von 1806, einst Oldenburgs erstes Lehrerseminar untergebracht. Heute befinden sich hier die City-Wache und das City-Management. Auf dem Weg zurück zur Langen Straße geht man direkt auf den 1467/68 erbauten Lappan zu. Ursprünglich gehörte das Wahrzeichen der Stadt als Glockenturm zur Kapelle des Hei- ligen-Geist-Spitals. Nach dem Stadtbrand wurde der einst spitze, gotische Helm durch eine welsche Haube ersetzt. Bis 1845 existierte beim Lappan ein bewachtes Stadttor.

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