GIFHORN 2

Da er keine männlichen Nachkommen hatte, gingen Amt und Schloss wieder an Celle über. Seitdem wohnte im Kommandantenhaus der Schlosshauptmann und später im Ablagerhaus der Erste Beamte des Amtes Gifhorn. Bis ungefähr 1705 weilten im Schloss häufig fürstliche Jagdgäste. Heute sind im Schloss überwiegend Büroräume der Kreisverwaltung untergebracht. Das Historische Museum im Kommandantenhaus zeigt Ausstellungen zur Historie des Schlosses sowie Exponate zur Ur- und Frühgeschichte, zu Stadtentwicklung und Naturkunde. Darüber hinaus bildet das Weifenschloss einen stimmungsvollen Rahmen für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Vorträge und Kunstausstellungen. Vom Schloss kann man nun auf bekanntem Weg zum Ausgangs-punkt am Marktplatz zurückkehren oder den Rundgang erweitern: In ca. 20 Minuten erreicht man durch die Schlosswiesen am Ufer der Ise, vorbei an modernen Skulpturen mit Blick zur russischen Holzkirche und über die Bogenbrücke, das 1980 eröffnete Internationale Mühlen-Freilichtmu- seum. Auf dem 10 ha großen, durch Gewässer und unterschiedliche Bepflanzungen aufgelockerten Freigelände sind 16 Originalmühlen zu besichtigen, u. a. ein Nachbau der Potsdamer Sanssouci-Mühle; teilweise ist auch der Innenbereich zugänglich. In einer 800 m2 großen Ausstellungshalle kann man über 50 maßstabsgetreue Modelle von Wind- und Wassermühlen aus aller Welt bewundern. Der „Dorfplatz” ist umgeben von drei Fachwerkhäusern im niedersächsischen Stil. Das Backhaus, das Brothaus und das Trachtenhaus laden zur Besichtigung ein – und natürlich auch zum Genießen des ofenfrischen Brotes oder Streusel- und Butterkuchens! Auf dem Gelände des Internatio- nalen Mühlen-Freilichtmuse- ums steht auch die russischorthodoxe Holzkirche des Heiligen Nikolaus. Die 27 m hohe Kirche ist von acht teilweise vergoldeten Kuppeln gekrönt und innen bis zur Spitze offen, wodurch ein großzügiger Raumeindruck entsteht. Im Inneren sind außerdem Nachbil- düngen vieler kostbarer Ikonenmalereien zu besichtigen. Angrenzend an das Internationale Mühlen- Freilichtmuseum fällt ein weiterer Bau mit goldenen Kuppeln auf. Das Kulturinstitut „Die Brücke” ist einem altrussischen Kloster nachempfunden. Der 20 m hohe Glockenturm wird gekrönt von der Statue des Heiligen Joseph, dem Schutzpatron der Handwerker. Rund um einen Innenhof sind dreistöckige Gebäude angeordnet, die zukünftig Werkstätten und Ateliers für bis zu 40 Künstler beherbergen können. Alljährlich sollen hier kunsthandwerklich talentierte Menschen aus Russland von internationalen Handwerkern in den Bereichen Kunstschmiede, Glockengießerei, Kunstdruckerei und Ikonenmalerei ausgebildet werden. Die Schirmherrschaft über das europäische Institut zur Förderung internationalen Kunsthandwerks hat Michail Gorbatschow inne.

gifhorn-schloss

Gifhorn Schloss

SCHAUEN

Herrliche Ausblicke über Gifhorn eröffnen sich vom Aussichtsturm auf dem Katzenberg und vom Wasserturm mit Panorama-Cafe. Mit dem Erholungsgebiet Bernsteinsee und dem «Tankumsee bei Isenbüttel besitzt die Umgebung von Gifhorn gleich zwei große Bade- und Freizeitparadiese. Bei Kanufahrern und Anglern erfreuen sich die Flüsse Aller und Ise großer Beliebtheit. Einen wahrhaft süßen Aufenthalt verspricht das Rausch Schokoland in Peine mit SchokoMuseum und SchokoKino und allem Wissenswerten rund um den Kakao. Der Erse Park in Uetze ist ein gepflegter Natur- und Gartenpark. Gifhorn liegt im Süden der Lüneburger Heide, die man auf einem hervorragend ausgebauten Rad- und Wanderwegenetz erkunden kann. Auf eine lange Tradition blickt das Gifhorner Schützenfest zurück, das alljährlich im Juni stattfindet. Zahlreiche Besucher zieht im Spätsommer auch das Altstadtfest mit buntem Musik- und Unterhaltungsprogramm an.

Südheide Gifhorn GmbH, Marktplatz 1,38518 Gifhorn, Tel: 05371/88175, Fax: 05371/88311, E-Mail: info@suedheide-gifhorn.de, Internet: www. suedheide-gifhorn.de

SCHLEMMEN UND SCHLAFEN

Hotel-Restaurant Alte Münze Zentral gelegener kleiner Familienbetrieb mit gemütlichen Gästezimmern und gutbürgerlicher Küche. Fallerslebener Straße 5-7, 38518 Gifhorn, Tel: 05371/52771, Fax: 05371/52180 Cafe im Speicherhof In einem Fachwerkhaus werden Vegetarisches und Kulinarisches, Kunst und Kurioses sowie Ausstellungen und Ambiente geboten. Steinweg 10, 38518 Gifhorn, Tel: 05371/54150 Gifhorner Brauhaus Im Brauhaus mit Saal und dem größten Biergarten der Stadt genießt man deutsche Küche in freundlicher, uriger Atmosphäre. Jede Woche Live-Musik und Sonntagsbrunch. Moderne, neu eingerichtete Gästezimmer. Schützenplatz 1,38518 Gifhorn, Tel: 05371/960860 Landcafe Neubokel In idyllischer Dorflage im Ortsteil Neubokel werden die Gäste mit Kaffee und frischem selbst gemachtem Kuchen verwöhnt, bei schönem Wetter auch auf der Terrasse. Alter Kirchweg 2a, 38518 Gifhorn-Neubokel, Tel: 05371/13533, Fax: 05371/13534 Hotel-Cafe-Restaurant Löns-Krug In dem traditionsreichen Haus mit liebevoll eingerichteten Zimmern fühlte sich schon der berühmte Heidedichter und Namensgeber wohl. Prämierte regionaltypische Küche mit Heidschnucken- und Ziegenspezialitäten sowie Saisongerichten. Hermann- Löns-Weg 1,38518 Gifhorn-Winkel, Tel: 05371/53038, Fax: 05371/140404

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