BREMEN

ln der Heimat der weltberühmten Stadtmusikanten zeugen viele Patrizierhäuser in der schmucken Altstadt von der großen maritimen Vergangenheit. Zusammen mit dem 69 km ent¬fernten Bremerhaven bildet die Freie Hansestadt Bremen das kleinste deutsche Bundesland.

ANFAHRT

■ A 1 Hamburg – Osnabrück – Rheinland. ■ A 27 Cuxhaven – Bremerhaven – Hannover. ■ A 28 aus Richtung Niederlande/Ostfriesland. ■ ICE-Bahnhof. ■ Internationaler Flughafen.

funkelnder Markplatz Bremens zu Weihnachten

funkelnder Markplatz Bremens zu Weihnachten

GESCHICHTE

Über die Bremer Vorgeschichte und erste Siedlungen im heutigen Stadtgebiet ist wenig bekannt, aber zahlreiche Funde weisen auf eine frühe Besiedlung im Umland hin. Zwischen dem 1. und 8. Jh. entstanden auf dem Dünenkamm, geschützt vor Hochwasser und gleichzeitig mit gutem Zugang zu einer Furt, erste Siedlungen. Zwischen 787 und 849 war Bremen Sitz des Erzbischofs und bekam am 10. August 965 das Marktrecht mit Marktzoll, Münzrecht und Marktgericht verliehen. Dieses Privileg bildete die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Stadt und den wachsenden Einfluss des Bürgertums. 1358 trat Bremen der Hanse bei, die bis zum Dreißigjährigen Krieg bestand. Der 1404 errichtete „Roland” auf dem Marktplatz symbolisiert Freiheit und den Machtanspruch der Patrizier. Im Linzer Diplom von 1646 wurde die Rechtsfreiheit, d. h. die staatsrechtlich abgesicherte Selbstständigkeit, dokumentiert. Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 wurde Bremen ein selbstständiger, souveräner Freistaat. Die Freie Hansestadt schloss sich mit den souveränen Fürsten und anderen freien deutschen Städten im Jahr 1815 zum Deutschen Bund zusammen und wurde 1871 ein Bundesstaat des neuen Deutschen Reiches. Nach 1918 gab es immer wieder Bestrebungen zur Neugliederung des Reiches, die jedoch die selbstständigen Stadtstaaten Bremen und Hamburg aufgrund ihres besonderen Status nicht berührten. Nachdem Bremen unter dem nationalsozialistischen Regime seine Selbstständigkeit verloren hatte, erfolgte 1949 die Neugründung des Bundeslandes zusammen mit Bremerhaven. Heute präsentiert sich die Hansestadt als weltoffenes Zentrum Nordwestdeutschlands mit einem reichen Kulturangebot und als Wirtschaftsmetropole. Seit 2004 gehören das historische Rathaus und der Bremer Roland zum UNESCO-Weltkulturerbe der Menschheit.

RUNDGANG DURCH DEN HISTORISCHEN STADTKERN

Der Rundgang durch die Hansestadt ist durch Messingpunkte im Pflaster markiert und beginnt am Marktplatz, der vom Rathaus dominiert wird. Das 1405-1410 errichtete Gebäude wurde im 17. Jh. mit einer Fassade im Stil der Weserrenaissance versehen und zählt damit zu den schönsten Rathäusern Deutschlands. Das Rathaus und der Ratskeller können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Vor dem Rathaus steht der Bremer Roland, eine der ältesten und die repräsentativste und größte deut-sche Roland-Statue. Seit ihrer Errichtung im Jahre 1404 symbolisiert die 5,55 m hohe Figur Freiheit und das Marktrecht. Zusammen mit dem Rathaus gehört der Roland seit Juli 2004 zum UNESCO-Welterbe der Menschheit. An der Westseite des Rathauses befindet 0 sich die Bronzeplastik der Bremer Stadtmusikanten. Die im Jahre 1951 vom Bildhauer Gerhard Mareks geschaffene und international prämierte Skulptur ist die bekannteste Darstellung der Märchenfiguren. Hinter den Stadtmusikanten steht die Unserer Lieben Frauen Kirche. Die älteste Pfarrkirche Bremens besteht seit dem 11. Jh. und war bis zum 19. Jh. Kirche des Rates. Die Krypta ist mit einem Wandgemälde geschmückt. Die farbigen Glasfenster wurden vom Maler Mannesier gestaltet. An der Westseite des Marktplatzes reihen sich mehrere sehenswerte Gebäude aneinander (von links nach rechts): die Sparkasse mit der Fassade von 1755, die Rathsapotheke und „Akzise” aus dem Jahr 1559 (ersetzt durch einen Neubau 1830) und das „Deutsche Haus” aus jüngerer Zeit. Das Haus der Bürgerschaft entstand 1966 nach Plänen des international renommierten Architekten Wassili Luckhardt. Hier tagt der in Bremen als Bürgerschaft bezeichnete Landtag. Neben dem Haus der Bürgerschaft ragt der St. Petri Dom empor. Die evangelisch-lutherische Kirche blickt auf eine über 1200-jährige Geschichte zurück und erhielt ihr frühgotisches Gepräge in der ersten Hälfte des 13. Jh. Die West- und die Ostkrypta sind die ältesten Teile des Doms. Ebenfalls bemerkenswert sind seine Orgeln. Im Dom- Museum sind Grabungsfunde aus mittelalterlichen Bischofsgräbern und sakrale Kunstwerke, u. a. von Lucas Cranach, zu sehen. Vom Marktplatz gelangt man durch die Balgebrückstraße in das Schnoorvier- tel. In Bremens ältestem Viertel stehen kleine Häuser aus dem 15. und 16. Jh. dicht aneinandergereiht, in denen einst Flussfischer, Gewerbetreibende und Handwerker lebten. Heute kann man hier durch Läden mit ausgesuchtem Angebot und Galerien bummeln und in Cafes und Restaurants eine Pause auf dem Stadtrundgang einlegen. Am Eingang des Viertels steht die Propsteikirche St. Johann. Die im 14. Jh. erbaute gotische Hallenkirche und ehemalige Franziskanerkirche ist heute die katholische Hauptkirche der Stadt. Durch das Schnoorviertel gelangt man zurWeser und zur Weserpromenade Schlachte. Der Name leitet sich ab von den „eingeschlagenen” Holzpfählen, mit denen das Weserufer befestigt wurde. Die „Slait” wurde 1250 erstmals erwähnt und war über 600 Jahre lang Bremens Hafen. Heute kann man in den zahlreichen Cafes, Bars und Restaurants Kulinarisches aus aller Welt genießen und historische und moderne Schiffe vorbeiziehen sehen. Der originalgetreue Nachbau der Hanse Kogge „Roland von Bremen” kann besichtigt und gechartert werden, andere Schiffe wurden zu Theaterbühnen, Hotels und Restaurants umgebaut. Außerdem findet hier der Kajen- und Trödelmarkt statt. Am Martinianleger bietet sich die Möglichkeit, Weser- und Hafenrundfahrten sowie Schiffsausflüge in das Künstlerdorf Worpswede oder bis nach Vegesack und Bremerhaven zu unternehmen. Über dem Martinianleger erhebt sich die 1229 ge- gründete St.-Martini-Kirche. Im Inneren des gotischen Backsteinbaus lohnen der barocke Orgelprospekt, die geschnitzte Kanzel und die farbigen Fenster mit biblischen Darstellungen eine inten-sivere Betrachtung. Beim Glockenspiel ertönt das Lied „Lobe den Herren”.

Für mehr Infos: Urlaub Hessen Reisesiele, Touren Halong Bucht, Mekong border crossing Vietnam to Cambodia

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