BRAUNSCHWEIG 5

Das Chorgestühl stammt vom Ende des 14. Jh. Auch der Hochaltar und das Taufbecken von 1440 sind sehr sehenswert. Nach der Kirchenbesichtigung folgt man der Straße Hintern Brüdern, biegt links in den Meinhardshof und überquert die Lange Stra- ße/Küchenstraße. Über die Alte Waage erreicht man den Woll- markt, das Herzstück der Neustadt. Zur Rechten befindet sich die Alte Waage. Das einst bedeutendste und größte Fachwerkhaus der Stadt ist ein frei stehender Bau mit Zwischengeschoss, zwei Obergeschossen und einem Dach mit drei Dacherkern, die früher als Speicher-Alte Waage luken dienten. 1534 als Waag-und Speicherhaus errichtet, wurde das inzwischen vernachlässigte Bauwerk 1854-1862 von F. M. Krähe restauriert. Die weit reichenden Veränderungen der Fassade wurden bei einer zweiten Renovierung 1937-1939 weitgehend zurückgenommen. In der Nacht auf den 15.10.1944 wurde das Haus vollständig durch den alliierten Bombenangriff zerstört. Nach dem detailgetreuen Wiederaufbau beherbergt es seit 1994 die Volkshochschule. Ein kleines Stück weiter erhebt sich die Kirche St. Andreas. Sie wurde 1225- 1230 nach dem Vorbild des Braunschweiger Doms errichtet. Ursprünglich als romanische Basilika geplant, wurde sie im 14. Jh. zur Hallenkirche umgestaltet und schließlich mit zahlreichen gotischen Umbauten versehen. Im Innenraum faszinieren die Kanzel, der Altar, das Taufbecken und die Kreuzigung, die der Künstler und Professor der Technischen Universität Jürgen Weber schuf. Der heute 93 m hohe Turm war im 16. Jh. mit 122 m einer der höchsten Kirchtürme überhaupt. 1999 wurde er im Innern neu aufgebaut und kann nun bestiegen werden. Vom Wollmarkt geht man zurück die Alte Waage entlang und dann nach links in die Küchenstraße. Auf der rechten Seite liegt das Neustadtrathaus, das erstmals 1294 urkundlich erwähnt wurde. Seit 1299 diente das Gebäude nicht nur den Aufgaben das Rats und der Bürgerschaft der Neustadt, sondern es bekam bereits die Funktion des zentralen Rathauses für ein gemeinsames Gremium der Stadtteile („Küchenrath”). Im Jahr 1325 fand hier die erste Ratssitzung des gemeinsamen, unabhängigen Rates aller fünf Braunschweiger Teilstädte statt. Um 1780 erhielt das Haus seine frühklassizistische Fassade. Auf der selben Höhe der Küchenstraße geht auf der linken Seite die Reichsstraße ab. Das Hs. Nr. 3 ist das Achtermannsche Haus des Bürgers Georg Achtermann und seiner Frau. Es ist eines der am besten erhaltenen Zeugnisse der Steinarchitektur in Braunschweig und wurde 1630 fertig gestellt. Über Erd- und erstem Obergeschoss, die mit einem reich verzierten Portal und einem üppig gestalteten Erker versehen sind, wurde das in Fachwerk ausgeführte zweite Obergeschoss nach der Kriegszerstörung vereinfacht in Stein wieder aufgebaut. Als Baumeister hat Ulrich Stamm sein Werk am Erker signiert und die Jahreszahl 1630 im Portal und in den Formen der eisernen Zuganker wiederholt. Das Portal zeigt in seinem figürlichen Programm die Allegorien der Stärke und der Enthaltsamkeit (Karyatiden zu den Seiten) und von Liebe, Glaube und Hoffnung auf dem Giebel, in der Mitte das Doppelwappen des Ehepaars. Auf dem Erker befindet sich die Figur des heiligen Georg. Portal, Erker und die Fenstereinfassungen sind reich mit Masken, Ohrmuschel- und Knorpelwerkdekoren und Beschlagwerk im Übergang der norddeutschen Spätrenaissance zum Barock verziert. Zurück auf der Küchenstraße, erreicht man ein kleines Stück weiter den Hagenmarkt mit dem Heinrichsbrunnen von 1874. Die Statue des Gründers der Teilstadt hält ein Modell ihrer Pfarrkirche St. Katharinen in der Hand, die wenige Schritte weiter steht und 1200-1205 ebenfalls nach dem Vorbild des Domes als vollständig gewölbte Pfeilerbasilika gebaut wurde. Im 13. und 14. Jh. erfolgte der Umbau in eine Hallenkirche mit großen Maßwerkfenstern. Beachtenswert sind das Glockenhaus und die allmähliche Steigerung vom romanischen Untergeschoss zum gotischen Filigran der Glockenstube. Über den Bohlweg und die Dankwardstraße erreicht man wieder den Ausgangspunkt des Rundgangs am Burgpiatz.

Braunschweiger Schloss

Braunschweiger Schloss

SCHAUEN

Als in Europa einzigartiges Projekt wird das Residenzschloss am Bohlweg wieder aufgebaut. Im Norden des Museumsparks liegt das Staatstheater mit dem Cimiotti-Brunnen, das sich an den klassizistischen Bauten der ersten Hälfte des 19. Jh. orientiert. Das Herzog-Anton-Ulrich Museum im Süden des Parks zählt zu den großen Kunstmuseen in Europa und ist das älteste öffentlich zugängliche Museum in Deutschland. An der Luisenstraße liegt das Medien-, Kunst- und Designzentrum ARTmax, eine ehern. Zuckerraffinerie. Sehenswert ist auch die neue Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste, die aus Elementen des mexikanischen Pavillons der EXPO 2000 entstand. Das spätbarocke Schloss Richmond wurde 1768/69 für die englische Prinzessin Augusta, Gemahlin Herzog Karl Wilhelm Ferdinands, erbaut. Kloster Riddaghausen mit Gut, Klosterkirche, Teichen und Zisterzienser-Museum macht den Alltag der Mönche erlebbar.

Braunschweig Stadtmarketing GmbH, Touristinfo, Vor der Burg 1, 38100 Braunschweig,Tel: 0531/4702040, Fax: 0531/4702055, E-Mail: touristinfo@ braunschweig.de, Internet: www.braunschweig.de

SCHLEMMEN UND SCHLAFEN

Restaurant Der Herrenkrug Am Kreuzteich, mit großem Biergarten und offenem Kamin. Traditionelle Braunschweiger Küche, raffiniert verfeinert durch internationale und vor allem französische Akzente. Ebertallee 57, 38112 Braunschweig, Tel: 0531/2145885, Fax: 0531/2145886 Ringhotel Deutsches Haus Zentrale Lage mit erstklassig ausgestatteten Zimmern, Studios und Suiten im einstigen Gästehaus des Schlosses. Italienisches Restaurant, gemütliche Hotelbar, Sommerterrasse. Ruhfäut- chenplatz 1,38100 Braunschweig,Tel: 0531/1200-0, Fax: 0531/1200-444 Frühlingshotel Ruhiges Wohnen in Citylage in geschmackvoll eingerichteten Zimmern und Suiten. Bankplatz 7, 38100 Braunschweig, Tel: 0531 / 24321-0, Fax:24321-599

Gewandhaus und Stechinelli’s Kartoffelkeller Im ältesten Gewölbekeller Niedersachsens (seit 1303) werden kreative Spezialitäten sowie Köstlichkeiten rund um die gesunde Knolle angeboten. Altstadtmarkt 1-2, 38100 Braunschweig, Tel: 0531/242777, Fax: 0531/242775 Hotel Zur Hanse 8< Restaurant Hansestube Komfortables Stadthotel in historischem Ambiente mit modern eingerichteten Zimmern. Im Restaurant und Bistro werden Gerichte der deutschen Küche mit mediterranen Einflüssen frisch serviert. Güldenstraße 7,38100 Braunschweig, Tel: 0531/ 24390-0, Fax: 0531/24390-90

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