BAD PYRMONT 2

Kurpark

Kurpark

Weithin sichtbar sprudelt der Schalenbrunnen am Ende der Hauptallee. Bereits kurz nach der Entdeckung des Bergsäuerlings 1717 wurde von dort eine Leitung zum Ende der Hauptallee gelegt. Vom Schalenbrunnen lohnt es sich, auf der Unteren Hauptallee weiterzugehen und das EXPO-Projekt „AQUA BAD PYRMONT” zu bestaunen. Hier wird eine eigenständige „Wasser-Geschichte” erzählt und der menschliche Lebenslauf thematisiert. Im Hintergrund ist die Glaskuppel der Tourist-Information zu sehen. Konzerthaus Zurück am Schalenbrunnen, biegt man links ein in die Schlossstraße. Rechter Hand steht das Kon-zerthaus, das 1926-1928 im neoklassizistischen Stil nach Plänen des Berliner Baurats C.Th. Brodführer und des Düsseldorfer Architekten Lenzei erbaut wurde. Das Konzerthaus verfügt über 700 Sitzplätze und bietet ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit Sinfoniekonzerten, Schauspie-len, Operetten, Musicals und Tanzturnieren, aber auch Kongressen zu kulturellen und medizinischen Themenbereichen. Vor dem Schloss erstreckt sich der Schlossplatz mit dem 1935 aufgestellten Ehrenmal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, dahinter das aus Kreuzen zusammengefügte Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges. Eine 1838 erbaute Steinbrücke führt über die Graft zu Festung und Schloss Pyrmont. Über die Schlossbrücke und einen tunnelartigen Durchgang erreicht man das Museum im Schloss Pyrmont, welches sehr anschaulich die Geschichte der Stadt und des Kurbades dokumentiert. Anschließend sollte man sich eine Besichtigung der ehemaligen Festungsanlagen nicht entgehen lassen. Zwischen der Sommerresidenz der Fürsten von Waldeck und Pyrmont und dem dahinterliegenden Kommandantenhaus erstreckt sich der erste Innenhof. Das Kommandantenhaus beherbergt heute die Kreisvolkshochschule des Landkreises Elameln-Pyrmont und besitzt als auffälligstes Element eine Einzeigeruhr aus dem 16. Jh. im Giebel. Durch das Kommandantenhaus hindurch betritt man den nördlichen Innenhof, der im Sommer den stimmungsvollen Rahmen für Freiluftveranstaltungen wie Theateraufführungen, Konzerte und gastronomische Feste bildet. Rechts erkennt man den tunnelartigen Zugang zur Eckbastion, welche das wichtigste Bauwerk aus der Zeit der Festungsanlage Pyrmont darstellt. Über einen kleinen gemauerten Weg und wenige Stufen kommt man vom gewölbten Zugang zu den eigentlichen Wallanlagen. Von der Wallkrone eröffnet sich ein herrlicher Rundblick in den Kurpark und den Palmengarten. Auf der Wallkrone entlang in Richtung Kavaliershaus und Schloss, gelangt man am Ende dieses Weges über wenige Stufen auf die Schlossterrasse, von der man eine schöne Aussicht auf die Prunkfassade der Barockresidenz genießen kann. Unterhalb der Freitreppe zur Beletage führt eine Treppe durch einen gewölbten Tunnelgang wieder hinunter zur Schlossbrücke, die man zur Schlossstraße überquert. Vom Schloss kehrt man auf bekanntem Weg zurück zum Schalenbrunnen und geht von diesem weiter durch die Kirchstraße zum Kaiserplatz. In dessen Mittelpunkt erinnert ein Kriegerdenkmal an die Gefallenen des deutschfranzösischen Krieges von 1870/71. Der Platz ist umgeben von sehenswerten Logierhäusern des 18. und 19. Jh„ beispielsweise das „Haus Güldener Pfennig” (Ecke Kaiser- platz/Kirchstraße) oder das ehemalige „Haus Hölscher”. Vom Kaiserplatz zweigt die Bahnhofstraße ab, die für die Badegäste früher die wichtigste Verbindung zum 1872 eröffneten Bahnhof darstellte und gut restaurierte Pensionshäuser und Gründerzeit- Villen besitzt. Man verlässt den Kaiserplatz über die Altenaustraße und kann einen Abstecher in die Bathildisstraße unternehmen, die nach der Fürstin Bathildis von Waldeck-Pyrmont (1873-1962, Gemahlin  des letzten regierenden Fürsten Friedrich) benannt wurde. Weithin sichtbar erhebt sich hier die sehenswerte   St. Georgs-Kirche. Die dreischiffige Hallenkirche mit dreiseitigem Chor und asymmetrischer Einturmfassung wurde 1905/06 im neugotischen Stil errichtet und erstrahlt seit einer Restaurierung 1992 wieder in altem, farbenfrohen Glanz. In der Taufkapelle neben der Eingangshalle sticht besonders das Fenster „Johannes der Täufer” ins Auge. Zurück an der Altenaustraße, folgt man dieser nach rechts zum Altenauplatz mit der   Drakevase. Die 2,25 Meter hohe, prächtig mit figürlichem Relief und Blattornamenten verzierte Vase wurde vom 1805 in Pyrmont-Oesdorf geborenen Bildhauer Friedrich Drake geschaffen. Das in Formspritztechnik aus Zinn und Zink gefertigte und mit Kupfer beschichtete Relief stellt die vier Lebensalter der Menschheit dar. Die Häuser Altenauplatz 1-4 sind typische Beispiele des Klassizismus und beherbergen heute noch Pensionen. Im Hs. Nr. 1 weilte der berühmte Arolser Bildhauer C. D. Rauch während seiner Kuraufenthalte 1797,1819 und 1823.

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