AURICH

ANFAHRT
■ B 72 aus Richtung Emden bzw. Leer. ■ B 210 vom Emden und Wilhelmshaven. ■ Busverbindungen vom Bahnhof Leer.

GESCHICHTE

Die Geschichte Aurichs lässt sich bis in das 13. Jh. zurückverfolgen. Einige Spuren aus vergangener Zeit sind noch heute sichtbar. Der rasch aufblühende Vieh- und Pferdemarkt ließ Aurich zum unbestrittenen Zentrum Ostfrieslands werden und machte es weit über die Grenzen bis in den Mittelmeerraum bekannt. Die Machtkämpfe der ostfriesischen Häuptlinge, wie die Regenten bis Mitte des 15. Jh. hier genannt wurden, bescherten Aurich ein permanentes Auf und Ab: wechselnde Herren, Aufbau und wie-der Zerstörung der von ihnen errichteten Bauwerke, Burgen und Befestigungsanlagen. Die Blütezeit Aurichs unter den Cirksena, die seit 1464 einen richtigen Grafentitel trugen – sie bauten u. a. eine neue, stattliche Wasserburg an jener Stelle, wo heute das Schloss steht – mündete zu Beginn des 16. Jh. in die „Sächsische Fehde”, wobei Aurich durch Feuer völlig zerstört wurde. Der Wiederaufbau Mitte des 16. Jh. zeigte schon gezielte städtebauliche Planung. Aus dieser Zeit stammen der Grundriss des Marktplatzes und die Anlage der heute noch erkennbaren Straßen und Gräben. Damals wurde Aurich auch Residenz – damit begann seine bis heute wichtige Funktion als Verwaltungs- und Behördenstadt. Unter den rasch sich ablösenden späteren Herren Ostfrieslands – im 18./19. Jh. waren das Preußen, Holland, Frankreich und das Königreich Hannover – entstanden viele der heute noch sehenswerten Bauten, die in ihren oft prachtvollen Fassaden, Giebeln und Stuckdetails die wirtschaftliche Bedeutung der Funktion als Haupt- und seit 1866 zusätzlich Garnisonsstadt widerspiegeln. Handel und Handwerk konnten hier, anders als im ländlichen Raum, prächtig gedeihen. Mit der Gemeindereform 1972 wurde die Einwohnerzahl auf einen Schlag verdreifacht. Heute hat Aurich ca. 43000 Einwohner und ist Verwaltungssitz des 1977 neu strukturierten und um den Landkreis Norden erweiterten Landkreises Aurich. Im Einzugsgebiet der Stadt leben gut 170 000 Menschen.

Lambertiturm - Wahrzeichen von Aurich

Lambertiturm – Wahrzeichen von Aurich

RUNDGANG DURCH DEN HISTORISCHEN STADTKERN

Ausgangspunkt des Rundgangs ist der Marktplatz, der in den Jahren 1988 bis 1991 völlig neu gestaltet wurde. Von der Aussichtsplattform des markanten, 25 m hohen Sous-Turms, geschaffen vom Aachener Künstler Albert Sous, bietet sich ein schöner Blick über den Marktplatz. Rund um die Markthalle, deren Außenwände fantasievoll mit den im Inneren angebotenen Lebensmittel verziert sind, findet mehrmals wöchentlich ein Markt statt. Durch sein doppelläufiges Treppenpodest fällt das Knodtsche Haus auf. Das älteste Haus am Marktplatz wurde um 1735 erbaut und 1974/75 restauriert. Unter dem Marktplatz stehen in einer Tiefgarage ca. 400 Parkplätze zurVer- fügung. Vom Marktplatz folgt man nun der Burgstraße nach rechts. Linker Hand befin-det sich das Historische Museum, das zu einer Reise durch die Auricher Stadtgeschichte einlädt. Bodenfunde dokumentieren die Ursprünge bäuerlichen und städtischen Lebens auf der Auricher Geest. Anhand von Fliesen aus dem Kloster Ihlow kann man mittelalterliche Technik und Kunst bewundern. Ein Modell des Schlosses vermittelt einen Eindruck von der einstigen Residenzstadt der ostfriesischen Grafen- und Fürstenfamilie Cirksena. Die Schwerpunktthemen Wirtschaft und Kultur beleuchten das 19. Jh., während für das 20. Jh. der ▲ Schloss Alltag der städtischen Bürger gezeigt wird.

Wechselausstellungen nicht nur zu historischen Themen ergänzen das Angebot. Durch Infotheken, Spiele und audiovisuelle Medien wird der Rundgang aufgelockert. Für Gruppen werden außerdem Führungen und museumspädagogische Programme veranstaltet. Im selben Gebäude ist das MachMitMuseum Miraculum untergebracht, das sich vor allem an Kinder, Jugendliche und Familien richtet. Interaktive Wechselausstellungen machen ein Thema im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar” und mit allen Sinnen erlebbar. In der angegliederten Kunstschule werden die Ausstellungen inhaltlich vorbereitet. Auf der Burgstraße geht man weiter bis zur Einmündung der Hafenstraße. Hier lohnt das Haus Hanstein eine nähere Betrachtung. Das älteste Auricher Haus wurde um 1700 mit der barocken Front versehen. Die Bezeichnung „Hafenstraße” bezieht sich auf die einstige Lage des alten Hafens, der sich von 1897/99 bis 1938 mitten in der Stadt befand. Ein Kanal für Personen- und Gütertransporte führte von hier nach Emden. Rechter Hand erreicht man die Lambertikirche. Das ursprüngliche romanische Gotteshaus wurde um 1200 erbaut und dem Heiligen Lambert geweiht und bildete den Kern einer alten ßauernsiedlung, aus der sich Aurich entwickelte. Nachdem die alte Kirche baufällig geworden war, entstand 1832 bis 1835 ein schlichter, klassizis-tischer Neubau. Im Inneren sollte man sich den kurz nach 1500 in Antwerpen geschaffenen Schnitzaltar ansehen.

Der Lamberti-Glockenturm, das Wahrzeichen der Stadt, weist im Unterbau romanische ßaureste aus dem 13. und 14. Jh. auf.
Seine Turmspitze wurde im 17. Jh. restauriert. Vor der Kirche entstand schon bald ein Markt für Güter des täglichen Bedarfs, der sich zu einem Viehumschlagplatz mit überregionaler Bedeutung entwickelte.

Von der Lambertikirche geht es nun weiter durch die Kirchstraße, von der man nach links in die Lilienstraße einbiegt. Man passiert die gut erhaltenen Reste der histori- sehen Stadtbefestigung am Hohen Wall.

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